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Alt 10.06.2006, 21:01
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"Kurier" vom 10.06.2006

Werner und der virtuelle Schläger

Fußball mag zwar momentan in aller Munde sein, doch eigentlich ist Tischtennis die Nummer eins. "Weltweit gibt es mehr registrierte Tischtennis- als Fußball-Vereine", kann sich Werner Schlager den Seitenhieb auf die WM-Hysterie nicht verkneifen. Diese hohe Popularität ist wohl einer der Hauptgründe, warum die für ihre verruchten Spiele bekannten Rockstar Studios nun mit einem Tischtennis-Titel reüssieren. Der Tischtennis-Weltmeister von 2003 testete das für Microsofts Xbox 360 erschienene Spiel (ca. 39,90 Euro) exklusiv für den KURIER.

DETAILVERLIEBT

"Es ist total spannend seine eigene Sportart auf diese Weise repräsentiert zu sehen", lautet Schlagers spontaner Erst-Kommentar. Mit Profiblick verfolgt er die Bewegungen der Spieler und des Balles. Gleiches gilt für seine Freundin Bettina, auch Tischtennis-Spielerin: "Das ist ja die aktuelle T-Shirt-Kollektion!", zeigt sie sich überrascht. Auch beim Rest der visuellen Details geben sich beide beeindruckt. Wobei das Spiel fast übertreibt. "Der rote Spezialboden Taraflex glänzt in Natura nicht so", weiß Schlager zu berichten.

Auch bei den Sponsoren finden die beiden Tischtennis-Profis ein paar Ungereimtheiten: "In Schweden würde nie ein Andro-Tisch stehen, sondern einer von Stiga". Aber dies, geben beide zu, sind nur Nebensächlichkeiten. Denn der Rest vom Spiel "schaut einfach super aus."

IN REALITÄT

Nach den ersten prüfenden Blicken, schnappt sich Schlager dann selbst den Controller und wagt die ersten Trainingsschritte. Nach ein paar Ballwechseln hat er die Taktik des Computergegners auch schon durchschaut: "Das ist ein Verteidiger, der Hund!" Worauf Schlagers Freundin sofort auffällt, dass im Spiel gar nicht geflucht wird. Ganz konträr zur Realität. So wie überhaupt das Spiel nur entfernt mit professionellem Tischtennis etwas zu tun hat. "In Wirklichkeit macht man vor allem kurze Aufschläge, um die Chance auf einen Return des Gegners zu minimieren." Ebenso stuft Schlager einen Großteil der Schlagvarianten als unmöglich ein. "Der Spin ist stark überzeichnet, mit so viel Effet spielt normalerweise niemand."

HOBBYSPIELER

Was seiner Ansicht nach verständlich ist: "Wenn man alles 1:1 abbilden würde, wäre das nur frustrierend. In Computerspielen steht der Spaß im Vordergrund. Und dafür muss man vereinfachen und abstrahieren." Schließlich weiß der Sportler des Jahres 2003 wovon er spricht. Denn er ist selbst Spieler. Vor allem Rennsimulationen und Shooter haben es dem 34-jährigen angetan. Sie dienen vor allem zur Entspannung und Konzentrationsschulung. Und so kann es vorkommen, dass der Profi bei Turnieren abends ein virtuelles Spielchen wagt.

SPAß ZU ZWEIT

Auch Bettinas spontane Herausforderung zu einem Duell nimmt er ohne Zögern an. Nach einem harten Kampf geht Schlager schließlich als Sieger hervor. Ebenso gewinnend fällt auch sein Resümee aus: "Speziell zu zweit fetzt das Spiel. Das macht enorm viel Spaß!". Wenn es noch die Möglichkeit gäbe, sein eigenes Gesicht zu importieren, wäre sein Glück komplett: "Dann könnte ich endlich einmal gegen mich selbst spielen."

Copyrighthinweis: © Kurier - Wien, 2006
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selbstverständlich der weltmeister, der chinesen-bezwinger und abwehr-zerstörer, trotz seiner genialen schlampigkeit taktisch und technisch der vielseitigste, der weltbeste aufschläger und nervenstärkste wettkämpfer, derjenige, der nie aufs spielerische vergißt und es ab und zu auch übertreibt....... meine damen und herren, erheben Sie sich: der einzigartige WERNER SCHLAGER!!!!

(by rob1970)
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