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AW: Probleme mit Rendler / Re-Impact Hölzern
1. Verzogene Hölzer der Marke Re-Impact habe ich auffallend viele gesehen. Dies Problem taucht hin und wieder auch bei anderen Marken auf, signifikant ist allerdings die Häufung bei o.g. Marke.
Ich empfehle jedem, ein solches Holz an den Verkäufer oder Hersteller zurück zu schicken und um kostenlosen Ersatz zu bitten.
Dies machte ich schließlich auch, wenn ich zuhause feststellte, dass das im Laden erworbene Holz einer renommierten Marke Unebenheiten aufweist.
Möglicherweise tritt dies bei Hölzern mit unterschiedlichem Furnieraufbau auf der VH bzw. RH verstärkt auf?
Gut ist das jedenfalls natürlich nicht. Bei einem Holz, dass bis zu 120,- € kostet, gehe ich davon aus, dass die Endkontrolle so gut funktioniert, dass ich ein absolut einwandfreies Produkt in Händen halte.
2. Der Wiederverkaufswert ist auch nach kürzester Nutzung keinesfalls höher als 50 % des Listenneupreises. Dies belegen die erzielten Preise in den diversen Foren oder in Internetauktionshäusern.
Bei problemlos im Fachhandel zu beziehenden Hölzern arrivierter Marken verhält sich dies ähnlich, allerdings ist der faktische Verlust aufgrund des im Regelfall niedrigeren Kaufpreises absolut deutlich geringer.
3. Die Fa. Re-Impact mag einige Patente halten und somit manch neues Element in Sachen Holzbau in ihre Hölzer einfließen lassen.
Ob diese Neuerungen in irgendeiner Art und Weise abgrenzend gegenüber Balsahölzern anderer Hersteller wirken, lässt sich m.E. nicht theoretisch sondern nur aufgrund des Spielverhaltens ermitteln.
Hier hat sich für mich herausgestellt, dass es keinen so signifikanten Unterschied gibt, dass der Mehrpreis von bis zu 80,- € im Vergleich zu den Balsahölzern von TSP, Gewo, Donic, Zander/BOF irgendwie gerechtfertigt wäre.
Ich habe hier u.a. zwei Hölzer der Handelsmarke Mobina (Balsa innen, Buche außen, Balsagriffschalen), die ca. Ende der 70er - Anfang der 80er produziert wurden und wesentliche Spieleigenschaften der R-Is der Buchereihe aufweisen.
Ich besitze Balsaeigenbauten, bei denen es deutlich besser gelungen ist, sie auf der RH zu verlangsamen und unerwünschten Katapult aufzuschalten, als dies bei irgeneinem mir bekannten Re-Impactholz der Fall ist.
Folglich finde ich die immer wieder zu lesende Überhöhung der Re-Impacthölzer mittlerweile nur noch absurd.
4. Ich selbst habe, durchaus zufrieden, über ca. 2 Jahre mit diversen Re-Impacthölzern gespielt. Zu Zeiten, in denen es aufgrund körperlicher Gebrechen für mich unabdingbar war, ein möglichst leichtes Holz spielen zu müssen, war das für mich genau das richtige.
Probleme gab es auch während dieser Zeit:
Zu nennen sind da in erster Linie Katapultspitzen auf der ox-benoppten Rückhand meines Schlägers.
So schön der Katapult bei "Angriffs"-bällen mit der Noppe auch wirken mag, so wenig kann ich den gegen harte Topspins bei passivem Spiel gebrauchen.
Auch nach langer Zeit schien es so, als verspränge der ein oder andere Ball aus unerklärlichen Gründen.
5. Vor ca. einem Jahr wechselte ich von Re-Impacthölzern auf ein BOF Carbon Light und stellte fest, dass schon dieses Holz für mich einen wesentlichen Schritt nach vorne darstellte (Balsa-Carbonkonstruktion). Die Schnittweiterleitung meiner Noppe war um ein vielfaches besser als mit allen vorher gespielten R-Is.
Mittlerweile habe ich mit gänzlich "entbalsat" und spiele ein altes, klein geschliffenes Nittaku Carbon Shake Defense. Damit bin ich nach langer Suche wohl mal wieder für einen längeren Zeitraum zufrieden.
Ich muß auf der VH mehr arbeiten, der Katapult fehlt, in der Summe ist das Holz für mich allerdings deutlich besser beherrschbar und ich produziere nachvollziehbarere Bälle.
Schnitt und Spin sind im Vergleich zu allen von mir gespielten Rendlerhölzern signifikant erhöht.
6. Zum Teil bekommt man bei Re-Impact Dinge als innovativ vorgesetzt, die es anderswo durchaus schon länger so zu erwerben gibt. Das "neue, hochelastische Edelfurnier" auf der Rückhandseite des Backspin Starlight (Esche) befindet sich seit Anbeginn der Produktion z.B. auf beiden Seiten des XCalibur von Zander.
7. Ich gönne jedem seinen persönlichen Erfolg und Spielstärkengewinn mit Re-Impacthölzern.
Für mich jedoch gilt: Das meiste an Zugewinn bei mir persönlich ist immer noch meinem persönlichen Ehrgeiz, meinem Trainingsfleiß und der daraus resultierenden größeren Sicherheit geschuldet.
Mein Spielsystem ist geschlossener als vor 3-4 Jahren, daher spiele ich besser.
Material wirkt da unterstützend, ist aber eben nur ein Parameter unter vielen.
8. Die tw. grotesk anmutenden Lobhudeleien zu den einzelnen Re-Impacthölzern (zu Beginn leider auch von mir noch an einigen Stellen vorgetragen) sollten immer vor dem Hintergrund des Ortes und der sich äußernden Person betrachtet werden.
So gibt es im WWW in den diversen Foren ja mehr als eine Person, die neben der vermutlich vorhandenen Überzeugung, diese Hölzer seien wirklich gut, auch ein wirtschaftliches Eigeninteresse verfolgt.
Ich hoffe, dass es hier möglich ist, eine solche Diskussion dauerhaft zu führen. Anraten möchte ich, sich möglichst sachlich zu äußern, um vielleicht wirklich einmal Standpunkte klarzumachen, ohne m.E. berechtigte Kritik aufgrund der Art des Vortrages schon abbügeln zu können.
Gruß Tom
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