Zitat:
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Zitat von Balian
Zitat Teil 1:
Waren es zunächst einzelne Spieler in wenigen Mannschaften (so bis ca. 1990), wurden es dann immer mehr Experten in denselben Teams (also oft 2-3 Materialspieler im selben Team) bis es heute auf Kreisebene kaum mehr eine Mannschaft gibt, die rein mit NI-Belägen antritt. Auf gut 20-25% würde ich den Anteil der Materialspieler mittlerweile schon schätzen.
Zitat Teil 2:
O.k, dem ist (wie deinen anderen Beobachtungen auch) nicht zu widersprechen, damit können und müssen beide Seiten leben, solange es in einem gewissen Rahmen bleibt. Grenzwertig wird es für mich dann, wenn die "Nöppchenspieler" anfangen ausfallend zu werden, wenn man ihnen (ohne sie vom Tisch zu schießen) die Grenzen ihres Materials aufzeigt.
Ich habe mittlerweile wenig Spaß gegen einseitig auf ihre Noppe fixierte Spieler zu spielen, denen ich (aufgrund meiner eigenen eingeschränkten technischen Möglichkeiten) nur mit genauso destruktivem Rumeiern (s. mein vorletzter Beitrag) beikommen kann und mich dafür von genau dieser Gruppe von Technikexperten als "Zerstörer" beschimpfen lassen muß und genau das passiert mir immer häufiger.
Von 16 Einzeln in der Rückserie hatte ich 6mal das Vergnügen gegen solche Experten anzutreten. Einer hatte aus der Erfahrung der letzten beiden Jahren von vornherein aufgesteckt und die Bälle nur noch lustlos durch die Gegend geschossen. Vier weitere haben sich darauf beschränkt mehr oder weniger intensiv über meine Spielweise zu meckern. Lediglich ein einziger hat es immerhin versucht durch ständiges Drehen seine Noppe möglichst selten einzusetzen (Respekt dafür).
Wenn das die Zukunft des Tischtennis an der Basis werden soll, dann gute Nacht.
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20 - 25 % Materialspieler ? Echt ? Na bis Köln hat sich das aber noch nicht herumgesprochen. Also ich habe einen recht guten Überblick über die unteren 4 Klassen (die werden alle von unserem Verein abgedeckt).
Insgesamt würde ich mal auf Max. 20 Materialspieler tippen (davon 3 bei uns). Wobei ich KN-Spieler mal nicht zu den Materialspielern zähle.
Das wären dann 20 Mann in ca 100 Mannschaften. Das wären nicht mal 4 %. Wenn es aber tatsächlich so ist, daß in einigen Regionen fast jeder Vierte mit GLN an den Tisch kommt, dann wäre ich aber auch ein wenig besorgt.
Nicht weil mit NI dagegen schwierig zu spielen ist (gewusst wie, dann werden da richtig schöne Spiele draus). Sondern wegen den Partieen, wo zwei passive GLN-Spieler aufeinander treffen. Es gibt nichts grausameres, als so eine Konstellation (oder gar so ein Spiel zählen zu müssen)

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Das ist dann wie dein Rumlullern auf die Noppe des Gegners (der sich nicht wehren kann). Zugegeben, wenn der GLN-Spieler dann auch noch rummeckert hört der Spaß genauso auf, wie bei dem Topspinriesen, der jeden zweiten Topspin (nach einem Noppenblock) unter den Tisch zieht und dann anfängt rumzujammern. Rumlullern zeigt aber meist nicht die Grenzen des Materials auf sondern eher die Grenzen der Spielkunst bzw. der Beinarbeit. Ich ärgere mich z.B. maßlos über mich selbst, wenn es mir mal wieder nicht gelungen ist meine 90 Kilo um die Ecke zu wuchten und den Lullerball mit der VH abzuschießen, oder wenn mir beim Schlägerdrehen der Schläger fast aus der Hand fällt.
Ich kann mich aber noch gut an die Zeit erinnern, als ich aus der Jugend in den Herrenbereich kam und bei uns damals in die Bezirksklasse unten gesteckt wurde. Da dachte ich es gebe im Herrenbereich nur Materialspieler (ich hätte jede Wette auf mind. 50 % gehalten) und dabei gab es damals sowas wie GLN noch garnicht.
Da hab ich damals schon ein paar Jahre gebraucht, um den Schock zu verwinden. Warum soll es heute anders sein ?