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Alt 29.06.2006, 20:03
User 1878 User 1878 ist offline
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AW: Möglicherweise neue Regel bei langen Noppen (Bestimmung der Reibung)

Zitat:
Zitat von Uli-Noppe
Habe den DTTB Angeschrieben - hier seine Antwort:

Sehr geehrter Herr Möller,

um es klar und deutlich zu sagen: Der DTTB hat nirgendwo einen Antrag gestellt, der den von Ihnen geschilderten Sachverhalt zum Inhalt hat. Mit freundlichen Grüßen
DEUTSCHER TISCHTENNIS-BUND
Mir fällt noch ein, dass man sich an solchen Aussagen natürlich irgendwann wird messen lassen müssen, wenn dann doch der Fall eintritt, dass eine Entscheidung fällt, die die GLN in ihrer jetzigen Erscheinungsform aus dem Wettbewerb nehmen.
Entscheidungen in eine bestimmte Richtung forcieren kann man nämlich sicher auch, ohne eigene Anträge einzubringen .

In diesem Zusammenhang zitiere ich aus der "tischtennis" 5/06:

Friedhard Teuffel fragt den ITTF-Präsidenten Adam Sharara:
" Gerade in Deutschland gibt es Verantwortungsträger wie DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb, die beklagen, dass Tischtennis eine der wenigen Sportarten sei, die sich selbst zerstöre. Und zwar durch Material wie lange Noppen, die den Ballwechsel kaputtmachen. Sind sie für eine Vereinheitlichung des Materials?"

In der Ausgabe 6/06 steht dann u.a.:
"Schöler hat für die Resolution (gemeint ist die hier thematisierte des Materialkomitees) gestimmt, ""weil ich weiß, dass sich etliche Jugendliche vom Tischtennissport verabschiedet haben weil es keinen Spaß macht, gegen solche Beläge zu spielen. Das ist eine sehr unschöne Entwicklung"".

Da stellt sich doch die Frage, ob die Geschäftsstelle des DTTB versucht, die "Flamme" klein zu halten, nachdem das Verbandsorgan vorgeprescht ist.

Für mich reichen allein diese nachlesbaren Aussagen um zu belegen, dass der oben zitierte Satz der Mail des DTTB zwar den Buchstaben nach richtig sein mag, inhaltlich scheint es allerdings eindeutig, dass zumindest einzelne Vertreter des DTTB in dieser Sache eine ganz klare Position zugunsten der Beschneidung der Zulassungsfähigkeit von Langnoppenbelägen haben und diese auch versuchen, meinungsbildend in die entsprechenden Gremien einzubringen.

Adam Sharara, mit dem man sicher nicht in allem einer Meinung sein muss, kann man zumindest nicht nachsagen, er halte mit seiner Sichtweise hinter dem Berg.

Wenn es sich tatsächlich so verhält wie es den Anschein hat, nämlich dass auch oder gerade deutsche Mitglieder in ITTF-Gremien oder in deren Umfeld die jetzige Entscheidung des Board of Directors befürwortet oder gar maßgeblich vorangetrieben haben, sollte man als DTTB zu diesem Vorgehen stehen.
Eine Politik der Desinformation als Teil derer ich mittlerweile die obige Mail vermute, halte ich für gänzlich verfehlt.

Gruß Tom
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