Zitat:
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Zitat von menikmati
Du hast dann zwar mehr Gewicht, was deine Schläger eventuell auch schneller und härter macht
Der Schläger ist dann nicht mehr so schnell in neutralposition, etc.
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Falsch bzw. nicht genau erklärt:
Wird ein vom Griff und den Furnieren (nahezu) identisches Holz mit einem mit grösserer Schlagfläche und höherer Kopflastigkeit verglichen, dann ist das kopflastigere Holz keinesfalls härter, im Gegenteil: es gibt sogar etwas mehr nach, die Biegefestigkeit nimmt also geringfügig ab.
Dies ist ja auch vollkommen logisch, weil hier (z.B.) beim Topspin oder Schuß eine grössere Hebelwirkung auf den Übergang zwischen Griff und Blatt einwirkt...
Schwere kopflastige Hölzer bewegen bei dynamischen Schlägen mehr Masse gegen den Ball ; die (theoretisch) schnelleren Schwingungen eines kleineren Schlägerblattes werden durch diesen Effekt bei weitem kompensiert und mehr als wettgemacht...; lediglich bei schnellen kurzen Reaktionen und Bewegungen (mehr aus dem Handgelenk) kann es passieren, dass man nicht mehr sooo viel Power reinkriegt, weil es mehr Zeit u. Kraft kostet, die schwere Keule zu bewegen...
Deswegen bevorzugen ja auch oft Halbdistanzspieler mit Riesenziehern und längerer Reaktionszeit eher kopflastige Modelle.
Der Griff spielt übrigens auch eine Rolle:
Sehr hartes Griffholz (z.B. Mahagoni oder Nussbaum - bei manchen uralten Stiga-Hölzern wie Larsson und den allerersten Johansson-Modellen Mitte der 60er Jahre üblich) wiegt manchmal (je nach Dicke und Länge) 5-10 Gramm mehr als andere Arten und kann die Kopflastigkeit einer grossen Schlagfläche etwas abschwächen:
Ungarns Ex-Weltmeister Istvan Jonyer z.B., früher mit ganz langen u. spektakulären Monsterziehern auf der Vorhand populär, hat immer sehr grosse Schlagflächen bevorzugt, diesen Effekt jedoch durch ein Verlängern des Griffes ein wenig ausgeglichen...