Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3  
Alt 04.07.2006, 16:40
Benutzerbild von Sven M.
Sven M. Sven M. ist offline
Aushilfscaptain
Foren-Urgestein - Master of discussion **
 
Registriert seit: 16.11.2003
Ort: Leipzig
Alter: 36
Beiträge: 6.708
Sven M. befindet sich auf einem absteigenden Ast (Renommeepunkte nur noch im Bereich +10)
AW: Friendship 729 J

Getestetes Material: Friendship 729 mit Japan-Schwamm (Rotes Cover)
Holz: BTY Michael Maze OFF
Klebung: Eine mittlere Schicht auf Folie


Allgemeines:
Nach dem Ende meiner RH-Noppen-Ära und der ersten ausführlichen Trainingseinheit mit dem FS 729 J sehe ich mich nun in der Lage meine Testeindrücke recht objektiv hier niederzuschreiben.
Der 729J hat einen weißen Schwamm, der recht großen Produktionsschwankungen zu unterliegen scheint. Der Schwamm des schwarzen ist einen deutlichen Tacken härter als der des roten 729J. Der schwarze liegt bei etwa 47°, der rote bei 44-45°.
Desweiteren ist das OG des schwarzen deutlich klebriger und ziemlich hart – dürfte an den Bryce rankommen. Das rote OG liegt dagegen in den Regionen des Mendo.
Auffällig ist außerdem das recht hohe Gewicht. Der 729J ist zwar nicht ganz so schwer wie ein kleiner geschnittener Faster ESN, liegt jedoch noch spürbar über dem Schnitt der japanischen Beläge.
Verarbeitung:
Gewicht: (Des einen Freud, des anderen Leid)


Tempo:
Der 729J verhält sich hier m.E. ausgezeichnet. Über dem Tisch lässt er sich wirklich super kontrolliert spielen, während er beim TS ordentlich abgeht. Das Tempo lässt sich also sehr gut dosieren, was ich als sehr angenehm empfinde. Aus der Halbdistanz fehlt dann doch etwas die absolute Power eines HP@ oder ME. Mit etwas mehr Einsatz lässt sich der 729J aber auch dort recht gut spielen.



Spinpotential/-empfindlichkeit:
Wahnsinn! Über dem Tisch beim Return und eigenem AS gibt der 729J wirklich einen super Spin in den Ball.
Auch beim Topspin lässt der Belag eigentlich keine Wünsche offen. Die Spins sind fast immer sehr spinnig.
Problematisch und gewöhnungsbedürftig zeigt sich die klebrige Oberfläche dagegen, wenn der Gegner selber mit viel Effet spielt. Beim Aufschlag neige ich auf Grund der sonst guten Rückschlagmöglichkeiten dazu, den Ball zu früh zu nehmen, was der 729J überhaupt nicht verzeiht.
Auch beim Block ist Vorsicht geboten. Der Spin muss wirklich gut eingeschätzt werden um den Block anständig rüberzubringen und nicht zur Vorlage für den Gegner werden zu lassen.




Absprungwinkel:
Der Absprungwinkel des 729J liegt m.E. etwa zwischen dem Bryce und dem HP@. Das hat für mich den Vorteil, dass sich schnelle TS’s am Tisch einfacher spielen lassen, jedoch die weichen TS’s mit Balltreffpunkt in der fallenden Phase wirklich große Konzentration und Gewöhnung verlangen.



Variabilität:
Diesen Punkt möchte ich jetzt noch nicht unbedingt einschätzen. Wenn weiche Topspins und Blocks –die beiden Schläge, die mir noch etwas Probleme bereiten- besser funktionieren, habe ich einen Belag gefunden, der alles vereint, was ich will.
Wie gesagt: mal abwarten.
__________________
...weil ich's kann.
Mit Zitat antworten