Einzelnen Beitrag anzeigen
  #513  
Alt 07.07.2006, 08:43
User 1878 User 1878 ist offline
Foren-Stammgast 4000
 
Registriert seit: 04.09.2001
Beiträge: 4.040
User 1878 trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)User 1878 trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)
AW: Möglicherweise neue Regel bei langen Noppen (Bestimmung der Reibung)

Zitat:
Zitat von 1600i
sondern das Glattnoppenprinzip beruht einfach nur auf Zerstörung! Nichts weiter als Zerstörung!
Denn sooo einfach, wie es hier immer dargestellt wird, ist das Prinzip der Schnittumkehr ja nun nicht: es kommt eben nicht nur auf den Schnitt des Gegners an, sondern auch auf den Treffwinkel des Glatnnoppenbelags. Und der ist vom Gegner schlicht und einfach nicht zu erkennen (und ich behaupte auch, von vielen Glattnoppenspielern selber nicht).
Die vielfache Widerholung einer undifferenzierten Sichtweise lässt diese keinesfalls am Ende wahrer serden.
Korrekt ist:
Spielst Du mich mit einem spinreichen Topspin an, bin ich meist in der Lage, den so zurückzuspielen, dass Du einen unterschnittreichen Ball zurückbekommst.
Wenn Du damit nichts anfangen kannst, "zerstöre" ich maximal Deine Hoffnung, nach Deinem Topspin einen Ball mit Vorwärtsrotation präsentiert zu bekommen .
Wenn Du das nicht magst, solltest Du mich anders anspielen.
Viel, viel Training führt dazu, dass man sogar in Maßen steuern kann, wieviel (besser wenig) US du zurück erhälst. Dabei spielen Dinge wie Schlägerblattstellung, Schlägerbewegung beim Ballkontakt eine wesentliche Rolle. Glaube mir, dass es viel an konsequentem Training bedarf, in der beschriebenen Art mit GLN variabel agieren zu können.
Stören des gegnerischen Spielflusses ist das sicher, aus meiner Sicht aber genauso sicher kein Zerstören des Spieles.
Wir sind damit dann wieder an dem Punkt, dass es hierzu einer Definition richtigen und falschen TTs bedarf.
Ich selbst maße mir keinesfalls an, diesbezüglich bewerten zu wollen und finde solche Versuche eher befremdlich.

In meiner Mannschaft (in der abgelaufenen Saison OL) gab es gar zwei Leute, denen ich im Training genau dann als Schießbude gerade recht kam, wenn sie meinten, etwas für ihr Selbstvertrauen tun zu müssen .
Mein Spiel hat für die Beiden einfach 100%ig gepasst.
Auch mit so etwas muß ein armer GLN-Spieler genauso leben wie Vertreter jeder TT-Variante.

Dies plumpe "die wissen ja selbst gar nicht, was sie da machen" trifft es nicht mal in Ansätzen.
Klar gibt es solche GLN-Spieler genauso wie welche mit anderen Belaggattungen auf dem Schläger.
Wer mit GLN ein bestimmtes Niveau erreicht hat, verfügt im Regelfall dann aber eben auch über bestimmte Fähigkeiten.
Da gibt es keinerlei systemimmanente Unterschiede.
Klar gibt es in unteren Ligen GLN-Spieler die den Schläger in immer gleichem Winkel über den Tisch schieben.
Ebenso gibt es aber auch NI-Spieler dort, die mit immer gleicher Blattstellung blocken und dabei dann Quoten von unter 50% erreichen, der Rest der Bälle geht dann aufgrund falsch eingeschätzter Rotation und/oder Geschwindigkeit ins Netz oder über den Tisch.

Kurz gesagt:
Den zitierten Beitrag empfinde ich als undifferenziert und damit sinnlos.
Dem Schreiber "1600i" empfehle ich eine Inspektion der Einspritzdüse .
Grundsätzlich finde ich es durchaus interessant, sich mit dem für und wider unterschiedlicher Belaggattungen auseinanderzusetzen.
Das Spielchen der immer weiteren Wiederholung bereits vielfach vorgetragener "Argumente" der einen wie anderen Seite (ich nehme mich da selbst nicht aus) ist aus meiner Sicht allerdings wenig zielführend.
Eine wirkliche sachliche Auseinandersetzung führe ich hier sehr gerne.
Möglich wäre es z.B., Strategien aufzuzeigen, wie man das Spiel gegen diese "fiesen" Beläge lernen kann, gerade im Jugendbereich und in den unteren Erwachsenenligen, wo ja im Sinne der Verbotsbefürworter das größte Problem besteht. Ich widerum bin eher der Auffassung, dass es am Mangel an systematischen Training liegt, im Jugendbereich vor allem deshalb, weil es massive Schwächen in der Trainerausbildung zum Sujet "Spiel gegen defensive Spielsysteme" gibt. Dort sollte m.E. das Hauptaugenmerk einer Veränderung liegen.

Gruß Tom

Geändert von User 1878 (07.07.2006 um 08:49 Uhr)
Mit Zitat antworten