Weil hier was vom FBI stand:
Aus der österreichischen Tageszeitung "KURIER":
Das FBI sucht Tirols Millionen
Martin Kerscher ist aufgewacht von seinem amerikanischen Traum. Wochenlang hatte sich der ehemalige Tirol-Boss auf Wolke sieben gewähnt, einen Millionenregen gespürt und alle Finanzsorgen vergessen. Die Landung am Boden der Realität war unsanft, die Wirklichkeit ein Albtraum.
Chronologie
Wegen akuter Finanznot hatte sich Kerscher im Herbst im Ausland nach Geldquellen umgesehen und mit Parker Leasing, einer Gesellschaft mit Sitz in Florida, einen Deal vereinbart: 15 Millionen Dollar (ca. 16 Mio. Euro) per Leasingvertrag, rückzahlbar in 15 Jahren mit jährlichen Überweisungen von 1,8 Millionen Euro, macht gesamt 27 Millionen.
Das Geschäft freilich ist geplatzt, amerikanisches Geld nie nach Tirol geflossen. Dafür umgekehrt. 750.000 Euro hatte der Verein mühsam zusammengekratzt und nach Florida überwiesen. „Als Anzahlung, das ist international so üblich“, erklärte Kerscher.
Geld, von dem die Tiroler bis heute nichts gesehen haben. Auch deshalb, weil die Summe, entgegen der Forderung des Klubanwalts, nicht auf ein Treuhandkonto überwiesen wurde. „Wir haben’s noch nicht“, gibt der ehemalige Tirol-Boss unumwunden zu. „Ich weiß, dass ich das verbockt hab’, dazu steh ich. Aber wir waren sicher nicht die naiven Bauernbuben, die auf etwas reingefallen sind. Das war sehr gefinkelt.“
Wanted
Die Hoffnung auf die Rückgabe der 750.000 Euro hat Kerscher allerdings nicht aufgegeben. Aufklärung und Hilfe erhofft sich der Kitzbüheler nun von der amerikanischen Polizei. Die soll die Spur nach den verschwundenen Geldern aufnehmen. „Wir haben eine Anzeige beim FBI gemacht. Denn das waren alles Gauner da drüben. Dabei haben uns die Wirtschaftsprüfer aus Chicago gesagt, dass alles passt“, erklärt Kerscher.
Politische Hilfe
Vorerst hat’s aber noch kein positives Signal aus Übersee gegeben. Im Gegenteil: „Die Firma ist noch immer aktiv. Und das FBI hatte nach dem 11. September andere Probleme.“
Auch beim Innenministerium hat Kerscher interveniert. „Ich musste das Ministerium einschalten, weil die Polizei von Fort Lauderdale gemeint hat, dass ihr die Hände gebunden seien“, so der Tiroler, der zuversichtlich ist. „Ich geh’ davon aus, dass wir das Geld bald haben.“
Boss im Schatten
Der FC Tirol hätte genug Verwendung für die zehn Millionen Schilling. Das weiß auch Kerscher, der sein Präsidentenamt zwar an Othmar Bruckmüller abgetreten hat, aber immer noch in die Vereinsgeschäfte involviert ist. „Ich winde mich nicht heraus, hafte immer noch und versuche, für den Verein Geld aufzustellen. Den neuen Sponsor hab’ ich aufgetrieben.“
Schlechtes Management
Kerscher gibt zu, dass Fehler gemacht wurden. „Wir haben ein schlechtes Management.“ Und außerdem „kein Geld. Aber wir werden alle Schuldner befriedigen. Ich weiß, dass es genug gibt, die einen Titel haben. Aber als erstes müssen wir Finanzamt und Krankenkasse zahlen.“ Und die Spieler. Die warten immerhin auch schon seit Monaten aufs Geld.
www.kurier.at (im Sportteil)
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Folgendes ist passiert: Der Präsident des österreichischen Tabellenführers in der 1. Bundesliga überweist 10 Millionen ATS in die USA um eine Leasingfinanzierung für seinen Verein aufzustellen. Dies sei international so üblich und jetzt ist das Geld weg.
Hat Schindler (welcher?) es?
Bitte nicht lachen, daß ist WIRKLICH passiert. Ich schäme mich für meinen Landsmann
Gruß
Flugente