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Zitat von TT-HAS-KV
Ich hatte als Spieler selbst das Vergnügen in der Relegation zu spielen und kann berichten, dass es eine tolle Sache war. Im Verlauf der Spielrunde kristallisierten sich in der 3. Bezirksliga/Ost Sommerach als Meister und Kleinlangheim bzw. Kerbfeld (machten es zum Schluss spannend) als Absteiger heraus. So wäre im Normalfall für die übrigen Vereine schnell Tristesse angesagt gewesen.
Durch die Relegation war jedoch Spannung und Kampf bis zum letzten Spieltag angesagt. Mit Ebern hatte ich schließlich das Losglück in der Relegation im ersten Relegationsspiel Heimrecht zu haben. Hier kamen doch immerhin 70 Zuschauer und machten, die eigentlich für diesen nicht erwarteten Zuspruch zu kleine Halle, zu einem wahren Hexenkessel. Die Gäste waren dabei extra mit einem Bus angereist.
An der Platte war es eine elektrisierende Stimmung, da jeder Ball frenetisch bejubelt wurde. Insgesamt war die Spielatmosphäre als immer fair einzustufen. Selbst die heiß umjubelte Erringung der Deutschen Meisterschaft von Müller Würzburger Hofbräu im vorherigen Jahr war nichts gegen die Stimmung in unserer Halle. Es war einfach eine Werbung für den Tischtennissport!
Da man als Spieler ja nicht immer vor so einem Publikum antreten kann, war die nervliche Anspannung bei den Spielern hoch. Ebern konnte mehrere Spiele trotz 0:2 Rückstand noch gewinnen und gewann mit 9:4. Sieht man jedoch das Satzverhältnis von 30:27 für Ebern, so erkennt man wie spannend es tatsächlich war.
Bedingt durch die Weltmeisterschaft in Bremen, mussten wir am Folgetag in Schweinfurt vor ca. 35 Zuschauern antreten und kamen hier mit 4:9 unter die Räder. Die nervliche und körperliche Anspannung vom Vortag war für uns "Hobbyspieler" einfach zu viel.
Wir haben im Bezirk erkannt, dass beide Relegationsspiele an zwei aufeinander folgenden Wochenenden ausgetragen werden sollten. Zum einen kann der Sieger des ersten Spiels dann wieder Spannung aufbauen und zum anderen sich um die Organisation eines Fan-Busses kümmern.
Auch wenn Ramsthal verständlicherweise das Lospech und die kleine Halle nicht gefiel, so kann ich abschließend nur sagen: „Die Relegation ist eine Bereicherung für unseren Sport!“.
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Hompage des Tischenniskreises Haßberge
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Im Grund sollten wir alles, was unseren Sport belebt, für gut heißen. Und, wenn das Zuschauerinteresse groß war, dann spricht das doch eher für eine allgemeine Einführung dieser Regelung. Vielleicht wäre es aber günstiger, einen früheren Termin für solche Spiele zu finden.
Ich habe übrigens in den 80er Jahren auch einmal etwas ähnliches mitmachen dürfen. Damals ging es um den Aufstieg in die damals neugeschaffene Bayernliga-Süd. 3 Mannschaften aus der LL-SW waren damals punktgleich und mussten in einem Entscheidungsturnier zwei Aufsteiger ermittlen. Auch unsere Zuschauer reisten mit einem Bus an und sorgten für eine unvergleichliche Atmosphäre, eine Atmosphäre, wie man sie im Tischtennis eben nur selten erleben darf.
Aber, bei solchen Gelegenheiten sollte auch an diejenigen gedacht werden, die es nicht geschafft haben. Die freut es in der Regel nämlich schon etwas weniger.