Vorhandaufschlag verboten u.s.w.
Ich lese gerade in der neuen "Tischtennis" dass es im Gespräch ist, Vorhandaufschläge zu verbieten und nur noch diagonale Rückhandaufschläge zuzulassen.
Desweiteren wird darüber gesprochen, die Bälle auf 42 bzw. 44 Millimeter zu vergrößern. Was aber dem Fass den Boden ausschlägt, ist die Debatte darüber, einen Satz nicht bei 21 oder 11 enden zu lassen, sondern nach Ablauf von beispielsweise 7 Minuten.
Wer dann zum Beispiel 8:5 führt, hat den Satz gewonnen. Das mag vielleicht von der Bundesliga bis zur Oberliga durchführbar sein, aber in unteren Spielklassen erzeugt das ein ungeheures Chaos.
Spielverzögerungen aus taktischen Gründen wären an der Tagesordnung. Streitigkeiten wären der Normalfall. Wird dann jeder Verein verpflichtet, überdimensionale Stoppuhren an der Platte aufzustellen, damit die Spieler den Überblick behalten. Dann wird in den unteren Klassen ein ungeheurer Mitgliederschwund eintreten, da dort vor allem das Freizeitvergnügen TT im Vordergrund steht.
Die Kosten die den Vereinen entstehen(z.B. um den Vorrat an Bällen auszutauschen) würden auch nicht dafür sorgen, dass Tischtennis ein Breitensport bleibt.
Die Hersteller von TT-Materialien würden diesen Spielerschwund an der Basis auch bemerken und ihre wirtschaftliche Macht hoffentlich in die Waagschale werfen, um so einen Unfug zu verhindern oder beenden.
Das ganze Chaos wird nur produziert um TT im Fernsehen konkurrenzfähig zu machen. Aber man kann doch keine Sportart neu definieren, nur um ahnungslose Fernsehzuschauer dafür zu begeistern. Bei uns im Verein interessieren sich nicht einmal die Spieler für TT-Übertragungen im Fernsehen. Wie sollte man sich da noch Hoffnungen machen, dass TT gegenüber dem Fussball je mithalten kann.
Man kann Tischtennis nicht durch Regeländerungen im Fernsehen etablieren, sondern nur durch erfolgreiche dt. Spieler. Wenn das dann extrovertierte Personen sind, die im TV auf sich aufmerksam machen, ist die Chance vielleicht vorhanden etwas zu bewegen.
Hierzu finde ich prägnant, dass Frank Müller(Müller Würzburg,TT Bundesliga), von Leuten wie Jörg Rosskopf für sein Auftreten verdammt wird. Ein Frank Müller ist sicher ein Sonderling, sorgt aber für die nötige Aufmerksamkeit und den Eventcharakter der dem Sport Tischtennis vielleicht zuträglich wäre. Wenn dann die Funktionäre ihn wieder stoppen wollen, zeigt sich wieder die Beamtenmentalität im DTTB.
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