Thema: Chinabeläge
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Alt 28.03.2002, 09:56
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Arralen Arralen ist offline
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Re: @Arralen

Original geschrieben von elvis
Besten Dank für deine umfassenden Tipps. Hoffentlich kann ich mich mal revanchieren.

Klar .. willste meine Kontonummer ?


Ich habe so kalkuliert:
Wollte etwas mehr Spin haben. Mein bester Schlag ist der RH-Topspin und den spiele ich mit einem normalen Mendo 2,0.


Wenn ich mich recht entsinne soll der Mendo dem JO Waldner ähnlich sein ?
(Den habe ich nämlich schonmal probegespielt, den Mendo nicht)
Harter Japanschwamm mit viel Katapult und ein dünnes, mittelweiches, hochgriffiges Obergummi ...
.. näher kommt man mit Japan-Material nicht an des Chinesen-Feeling heran, aber der Unterschied ist trotzdem gewaltig !!

Außerdem ist der Mendo2,0 warscheinlich - auch wegen der Katapults - schneller als ein ~1,7mm Pf-4.
Zum Testen wäre dann ein Hurricane-3 besser gewesen ...

Wenn ich dich richtig verstanden habe, sollte ich also den Schwamm eine Nummer dicker wählen

..na, mußt nicht gleich wieder Geld ausgeben. Was mich allerdings wundert sind die 1,7mm .. sollten entweder 1,6 oder 1,8 sein .. in der letzten Zeit habe ich allerdings die Schwammstärken der DH-Beläge als ausgesprochen exakt gefunden .. man wird dir doch wohl keinen jahrzehntealten Ladenhüter angedreht haben ?! (Vergleich 'mal dein Belagverpackung mit der auf der S&M Website abgebildeten...)

Allerdings - hast du einen roten oder einen schwarzen PF-4 ?
Gerade mit einem roten (weniger griffigen) kann es sein, das die Kontaktzeit mit dem Ball einfach zu kurz wird durch ultraschnelles Holz und harten Belag - dann wird's so gut wie unmöglich noch Spin zu erzeugen wenn man nicht eine Mördertoppinbewegung 'draufhat bei der die Schlägerkante die Schallmauer durchbricht ...


und vor allem die Technik umstellen.

Da liegt warscheinlich der "Knackpunkt" - warscheinlich spielst du (so wie ich dein Beschreibung interpretiere) eine Schlag-topspin mit deutlichem Handgelenkeinsatz.
Dat geit so net !!
Handgelenkeinsatz ist völlig ok., nein sogar nötig - allerdings darfst du nicht nach dem Ball schlagen, sondern mußt ihn extrem tangential reißen* .. daß geht dann allerdings nur mit einer längeren Bewegung aus dem ganzen Unterarm heraus.
* Der optimale Punkt ist erreicht, wenn der Ball gerade noch nicht über das Blatt "durchrutscht"

Ist dieser Punkt einfach nicht zuverlässig zu "finden", ist das Holz für den Belag nicht geeignet ...

Mit zunehmendem Spieltempo im offenen Gegentopspinspiel kann man dann wieder mehr mit dem Blatt in die Ballflugbahn "hineingehen" - allerdings nimmt dann der Spin ab.
Zum Ausgleich kann man dann allerdings die schon höher fliegenden Bälle mit dem harten Belag viel leichter "klatschen", was gerade auf der Rückhand, auf der man ja meist nicht so eine lange Schlagbewegung ausführt wie auf der Vorhand, von Vorteil sein kann.
Eine -schwierige- Variationsmöglichkeit ist es (wenn das Holz das mitmacht ..), zwischen die "normalen" Topspins eine n extrem gerissenen einzustreuen (gespielt wie der Eröffnungstopspin) .. der kommt dann bei fast gleicher Schlagbewegung deutlich langsamer, hat aber enormen Spin und springt sehr kurz ab und fällt schnell .. bietet sich an wenn der Gegner schon ein Meterchen von der Platte wegsteht .. darf sich dann ziemlich tief bücken ...

Und das Holz ist das flotteste, was ich bisher in der Hand hatte (kontrollmässig aber eher eine Niete), da könnte man doch einen Hauch von Katapult erwarten, oder ?

Äh, nein. Das bißchen Katapult das der Belag hat wirst du erst bemerken wenn du ihn auf ein Allround-Topspinholz oder ein kleinergesägtes schnelles Defensivholz klebst ... (hallo Noppennorbert !! )

Meistens gilt - je schneller das Holz, umso mehr klatsch !

Aber wie ich schon geschrieben habe, hängen die Spieleigenschaften stark von der Elastizität des Holzes ab, und evtl. von anderen Eigenschaften, über die ich mir aber bis jetzt noch nicht so richtig klar bin - manche Hölzer harmonieren mit diesen Belägen, andere nicht.

Ein erste -einfacher- Test ist, ob sich die Spieleigenschaften des Belages auf der anderen Seite deutlich ändern wenn man den Chinabelag aufklebt - wenn ja, Finger weg von diesem Holz !


.. hoffe dies ist hilfreich ...

Grüße,
Stefan

PS: letztlich habe ich versucht, auf meinem Fetzner Balsa Alu statt 2,0 PF-4 rot einen 729Fx (2,0 rot) zu spielen.
Geht nicht - keine Topspin möglich, nur kontern und klatschen (Schuß möchte ich sowas nicht nennen...)
Die Sache mit Holz-Belag-Kombi ist also echt kompliziert ...

PPS: .. vielleicht möchtest du lieber einen der Japanschwamm- Chinaoberfläche-Beläge ausprobieren.
Gab's letztlich einige Threads 'drüber..

Geändert von Arralen (28.03.2002 um 10:09 Uhr)
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