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Zitat von Mischeilovitsch
....was für Leistungssteigerungen gerade im Schüler/Jugendsport zu erzielen sind ist schon erschreckend. Erkläre mal einem Spieler der 1-2 Jahr Tischtennis spielt, das er nun einen Topspin ohne/wenig Spin spielen soll oder "Schupf den Ball rein der nächste kommt als Druckschupf wieder, den musst du als Gegentopspin beantworten".....solch ein Schlagvielfalt hat kein "Anfänger" , bräuchte er aber um zu gewinnen.
Ganz klare Gangart wenn ein Spieler eine gute Vorhand hat, aber Rückhand nichts hinkriegt, kommt ein GLN drauf. Das ist mit das simpelste was ich dem Schüler beibringen kann. Zwei Schlagarten erst auf Topspin der Block und dann auf Schupf den Druckschupf. Dies wird in 3-5 Balleimer Einheiten trainiert und schon spielt er zu 95% so gut wie welche die 2-3 Jahre spielen. Natürlich ist klar das er nun durch die GLN alleine nicht der unglaublichste Spieler wird, weil um richtig gut zu sein bedarf es schon Jahre langes Training, aber es lassen sich viel schneller kleine Teilerfolge feiern als wenn derjenige NI gespielt hätte. Als Trainer möchte man natürlich so effektiv wie nur möglich mit Kindern arbeiten, aber ist es gerecht wenn Jugendliche nach 2-Monaten Training das Leistungsniveau eines 2-3 Jahren spielenden Jugendlichen hat? Das gleiche lässt sich natürlich auch in sehr vielen Fällen auf den Herrenbereich erweitern.
Und natürlich sind die anderen Spieler alle zu "doof" gegen GLN zu gewinnen, aber irgendeinen Grund wird es schon haben warum soviele umgestiegen sind auf GLN, oder?
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Wie schon gesagt, hat jeder Belag seine Berechtigung. Bei uns spielen im Jugendbereich nicht sehr viele Spieler mit der GLN. Ich meine der Anteil liegt unter 10 %. Eine Erfolgsgarantie bietet der Belag schon garnicht. Der GLN-Spieler hat weniger Möglichkeiten also braucht er auch weniger Schlagarten zu lernen. Da er schlecht aktiv agieren kann, ist er einfach auszurechnen, nur einige Spieler verrechnen sich da, da sie es nicht gewohnt sind.
Bei uns spielt ein Junge mit der GLN, er ist aber nicht in der Lage problemlos gegen die anderen zu gewinnen, die 2-3 Jahre länger spielen als er.
Wenn man als Trainer effektiv arbeiten will, so muss man den Jugendlichen auch beibringen, wie sie gegen unterschiedliche Materialien erfolgreich agieren.
Wenn Spieler zu "doof" sind gegen weniger übliche Materialien zu gewinnen, so liegt es nicht an den Materialien, häufig ist es auch nicht ihnen anzukreiden, sondern meistens ist es der Fehler der Trainer, die versäumt haben die Spieler an diese Materialien zu gewöhnen.
Anfänger haben meist keine Problem gegen die GLN. Erst nachdem sie auf das übliche Topspinspiel getrimmt wurden, bekommen einige Probleme, den unerwarteten Unterschnittball zurück zu spielen.
Beim Sport ist nicht von Bedeutung, ob es gerecht ist wenn einer gewinnt. Entscheidend ist nur, dass er gewinnt. Die Frage ob das Training effektiv ist oder nicht, ist wiederum nicht von kurzzeitigen Erfolgen oder Misserfolgen abhängig. Einige unserer Schüler hatten auch gegen NI Spieler anfangs Problem das Spiel erfolgreich zu öffnen, die Gegner konnten nicht viel, doch sie haben ihnen die schlecht gezogenen Bälle um die Ohren gehauen. Dies führte aber nicht dazu die Öffnung des Spiels zu unterlassen, nein stattdessen lernten sie, dies zur rechten Zeit und gefährlicher zu tun.
Es gibt keinen Belag, der allein gewinnt.