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Zitat von lemmitown
Mit anderen Worten, Du magst eher ein etwas milderes Bier, als ein etwas herberes wie z.B. Beck´s.....?
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Ganz im Gegenteil: auch Dithmarscher und sogar Flensburger - letzteres deutlich herber und grosszügiger gehopft als Becks - sind für mich nur Kompromisse: meine Lieblingspilsener - Hauff, Freudenberger, Gundel, Spalt, Tettnanger Kronenpils - belaufen sich alle auf ca. 38 bis 42 Bittereinheiten: Becks hat da deutlich weniger zu bieten und schmeckt im Vergleich zu diesen kaum noch herb....
Würde Becks sich nun aber plötzlich auch darum bemühen, ca. 40 Bittereinheiten zu erreichen, so wäre dies zwar technisch machbar - aber gleichwohl problematisch: denn mit den bisher verwendeten Hopfen und Malz-Qualitäten würde das Bier nur noch bitter herb und überhaupt nicht mehr süffig schmecken...
Die oben angeführten Marken erreichen diese Bittergrade wie gesagt mit Rohstoffen besonderer Güte: Spitzenaromahopfen schmeckt nicht nur einfach bitter sondern zudem auch hochgradig komplex u. aromatisch ; viele Brauereien , die im Laufe der Jahre immer mal wieder versuchten, superherbe Biere zu brauen und beim Hopfen nur auf Quantität und weniger auf Qualität achteten - hatten keinen Erfolg....
Warum sollte Becks aber nun rund das Doppelte für den Einkauf der Rohstoffe ausgeben, wenn sich der weltweit hohe Absatz auch mit viel billigeren Ausgangsmaterialien erreichen lässt - und sich ein Großteil der deutschen Biertrinker über die Jahre eh an diese Geschmacksuniformität gewöhnt hat...?
Nächstes Jahr oder vielleicht schon im September nach Aurich bring ich mal 'nen Kasten Freudenberger oder Hauff mit - dann versteht ihr, warum ich an so vielen Biermarken kein gutes Haar lasse...
Anmerkung: Im Preis schlägt sich der gewaltige Geschmacksunterschied zwischen den Marken kaum nieder...