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AW: Dhs skyline3
Kommentar zum Skyline 3 schwarz Max. geklebt mit etwa zwei Schichten von einem Medium- bis Hartschwammspieler:
Es handelt sich um einen sehr griffigen, anfänglich klebrigen Midsoftbelag (etwa vergleichbar mit dem Mendo Energy). Der Katapulteffekt ist deutlich stärker als bei allen anderen mir geläufigen DHS-Belägen, was mir, da ungewohnt, in Kombination mit dem hochgriffigen Topsheet einige Probleme bereitete: Harte TS am Tisch häufig weit hinten rausgesemmelt oder geradeaus ins Netz, beim Versuch weniger durch den Ball zu Ziehen/Schlagen viele Fehler gemacht weil dann das Fehlertoleranzfenster auch nicht grösser wird (Unterschied beim "Schlaganpressdruck" zwischen abrutschen und hoch hintenrausheben klein). Die Spieleigenschaften erschienen mir insgesamt gut mit Belägen wie z.B. dem Mendo Energy oder Sriver FX vergleichbar, die Unterschiede zu diesen Belägen erklären sich auch im Wesentlichen durch das sehr griffige Obergummi (v.a. mehr Schnitt in Aufschlag und Schupf etwas einfacher zu generieren, allerdings natürlich um Welten schlechter als mit einem "richtigen" Chinabelag). Ganz positiv ins Gewicht fällt die Qualität des Schwammes: das ist ein richtiges Energiebündel. Beim TS auf TS und bei einfacheren Bällen zum Durchziehen sind mir einige üble Hämmer mit viel Tempo und Spin gelungen, die eindeutig auf eine (bei mir leider zufällige) optimale Nutzung des Schwammes beim Schlag zurückzuführen waren. Nicht schlecht waren auch die von unten nach oben gezogenen langsamen "Murmeltopspins", die kamen mit sattem Spin ins Ziel. Allerdings sind die wegen des früh einsetzenden Schwammkatapulteffekts nicht so einfach zu spielen, als eher katapultungewohnter Spieler habe ich viele solche Bälle ebenfalls über die Grundlinie rausgesemmelt.
Als VH-Belag für einen Abwehrspieler mit viel VH-Angriff scheint mir der Skyline 3 nicht sonderlich geeignet zu sein. Im kurzen Spiel am Tisch, beim Schupf und in der Abwehr manifestieren sich die üblichen Schwächen eines Weich-Katapultbelages. Beim verkrüppelten Gegenziehen von weit hinten fehlt die für Hartbeläge typische "automatische Spinumkehr", so dass leider zuviele für einen mitteleuropäischen Gegner gewohnte abschussbereite spinarme Defensivbälle auf dem Tisch landen.
Zuletzt ist immer dies zu sagen: Selbstverständlich sind alle Schläge und Spielsituationen mit diesem Belag zu meistern, insofern mir dies heute nicht gelang liegt es am Spieler und nicht am Material (Unvermögen und ungewohnte Belageigenschaften).
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Dr. Strangelove
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