Zitat:
Original geschrieben von Rudolf Endres
Wenn wir von der Nutzlosigkeit aller Reformen überzeugt sind, können wir unseren Sport begraben. Ohne ein besseres Image ist Profisport auf Dauer nicht finanzierbar. Ohne Vorbilder im Profibereich wird TT langsam aber sicher gänzlich von der Bildfläche verschwinden. Man braucht sich nur den Altersdurchschnitt der Mannschaften anzuschauen.
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Man mag über den ITTF Präsidenten sagen, was man will, aber sein Satz: "Eine Sportart, die sich nicht ändert ist tot" stimmt.
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Seh' ich nicht so.
Das Problem des fehlenden Nachwuchses ist in erster Linie auf die unattraktive Jugendarbeit der meisten Vereine vor Ort zurückzuführen. Hier besteht eine Menge Potential an Verbesserungen.
Was macht es für einen Sinn, wenn im Fernsehen jede Woche 10 Stunden TT laufen, Timo Boll Weltmeister wird, in allen Shows TT-Stars als Gäste auftreten, wenn ein Jugendlicher dann davon angelockt in der Sporthalle ein rechtes Chaos vorfindet und ihm die Sportart an sich dann doch keinen Spaß macht ?
Tischtennis an sich muß Spaß machen und die Vereine müssen vor Ort attraktiv sein, dann klappt's auch mit dem Nachwuchs. Es gibt immer wieder Vereine, die dies vorführen, leider gibt es aber auch sehr viele Vereine, bei denen Jugendarbeit gar keinen Stellenwert besitzt. Hier liegt unser Problem und nicht bei unseren Spielregeln.
Übrigens: DieZahl der aktiven Radsportler geht auch zurück, genauso wie die der Tennisspieler, letztere sogar weitaus deutlicher als bei uns. Was hat das also mit Fernsehpräsenz zu tun ?