[QUOTE=powerpaul]Hallo Herr Nelson,
ich habe eine Gegenfrage: Wo habe ich mich in meiner Ausführung eigentlich auf die WM 2006 bezogen?
Hier:
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Zitat von powerpaul
Schwerpunkt WM-Berichterstattung: "Das Sprachorgan des DTTB" erfüllt seine Funktion unkritisch..., was aber "neutralen Lesern" sauer aufstösst.
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So hatte ich es jedenfalls verstanden, denn angesichts der obigen Formulierung bin ich nicht davon ausgegangen, dass die Berichterstattung über die letzte WM damit nicht gemeint ist.
Meine Nachfrage gilt aber auch, wenn es denn um frühere Veranstaltungen geht.
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Zitat von powerpaul
Nirgends, ich habe aus dem Gedächtnis heraus einige Großereignisse der Vergangenheit und deren Berichte aufgelistet mit dem Hinweis, in Ermangelung an Zeit keine konkreten Beispiele nennen zu können. Ich werde mir nun aber die Mühe machen und dies in den nächsten Tagen nachholen.
Zur "rosaroten" Brille werde ich Beispiele nennen, da dies wohl der Punkt ist, an welchem sie sich am meisten stören.
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Danke schön. Ich bin gespannt.
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Zitat von powerpaul
Meine "Kritik", wenn Sie so wollen, bezog sich hauptsächlich auf die Serie "Die Könner", die fehlende Berichterstattung über die zweite Liga und vor allem die Berichterstattung bei Großereignissen.
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Das Thema 2. Liga wurde in diesem thread nun schon mehrfach genannt. Ich nehme diese Kritik gern an und will darüber nachdenken, ob wir diesen Spielklassen mehr Raum widmen sollten. Bislang war mein Eindruck aber nicht so, dass dies unsere Leser wirklich interessiert, und auch unsere Leserumfragen deuten nicht darauf hin. Vielleicht mögen sich zu dieser Frage noch andere äußern, um mir zu einem etwas breiteren Meinungsbild zu verhelfen?
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Zitat von powerpaul
In früheren Zeiten wurde auch mal über Trends bei der Spielanlage berichtet (auch bei den "Könnern"), über Stärken und Schwächen der einzelnen DTTB-Starter (Herrvorragend die "Bewertung" der WM 1989 gegenüber der EM 2002 bzw. 2005),über Hintergrund-Wissen (wieder ein Beispiel "Spielanalyse der Schweden nach der WM 1989", ich glaube, das war im Heft 05/89?).
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Auch dieser Hinweis ist hilfreich, danke schön. Interessant: Die Bewertung der DTTB-Starter bei Welt- und Europameisterschaften haben wir nicht so fortgeführt, weil sie bei den Lesern nicht so gut anzukommen schien.
Das Thema „Spielanalyse” nehme ich gern auf und will mich darum verstärkt bemühen.
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Zitat von powerpaul
Wie bereits erwähnt, ich halte dies für eine Begleiterscheinung des Zeitgeists (höher, schneller,weiter) und sehe das nicht als Kritik allein am TT.
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Ist ja lieb gemeint, aber der Zeitgeist ist mir da herzlich egal. Ich habe den Ehrgeiz, ein gutes Magazin zu machen. Wenn mir das nicht gelingt, tröstet mich nicht, dass es anderen auch nicht gelingt.
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Zitat von powerpaul
Desweiteren bitte ich um Akzeptanz einer Meinung, auch wenn diese nicht mit Ihrer Bewertung konform geht.
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Ich kann mit anderen Meinungen prima leben. Ich wehre mich aber gegen öffentliche Vorwürfe, die ich als ungerechtfertigt empfinde. Und ich wehre mich dagegen, dass immer wieder pauschal Klischees von „Hofberichterstattung” bemüht werden, offenbar ohne genauer hinzuschauen. Mit meinem Vorgänger als Chefredakteur, Manfred Schäfer, habe ich mich über die Jahre hinweg immer wieder harsch gestritten, weil ich für eine kritischere Linie in diesem Magazin gekämpft habe. Ja, dies ist die Zeitschrift des Deutschen Tischtennis-Bundes. Aber dennoch haben wir Timo Boll deutlich dafür kritisiert, als er bei der EM in Aarhus nicht zur Siegerehrung im Doppel erschienen ist, habe ich taktische Entscheidungen und Maßnahmen diverser Bundestrainer (von Istvan Korpa und Martin Adomeit bis hin zu Dirk Schimmelpfennig) öffentlich hinterfragt, habe ich den damaligen DTTB-Präsidenten Hans Giesecke scharf kritisiert, weil er – aus meiner Sicht ungerechtfertigt – das sogenannte „Gnadenrecht des Präsidenten” angewandt hatte. Wir haben auch (erst neulich) das peinliche Verhalten des ETTU-Präsidenten Stefano Bosi deutlich kritisiert usw. usf.
Wer die „taz” liest, mag auch die „Frankfurter Rundschau” nicht kritisch genug finden. Ich aber finde, „tischtennis” heute der Hofberichterstattung zu bezichtigen und gleichzeitig von den guten, alten Zeiten des „dts” zu schwärmen, zeugt doch von einer gewissen Verklärung.