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Zitat von henrypijames
Ich sehe keine Unvereinbarkeit des "Leistungsgedanken" mit der Verauesserlichkeit des Spiellizenzes im Profisport.
Oder konkret: Was ist der Unterschied zwischen einer Mannschaft, die ein Spiellizenz fuer eine hoehere Liga kauft, und einer, die einige neue, uebermaessig starke Spieler fuer eine Saison verpflichtet, um aufzusteigen?
In Wesentlichen ist eine Lizenz-Weitergabe nichts anderes als ein (teilweiser oder kompletter) Austausch der Belegschaft (Funktionaere, Trainer, Spieler), was ueberall und seit jeher moeglich ist.
Und was ist der Unterschied zwischen einer Mannschaft, die sein Spiellizenz verkauft, und einer, die einige bisherige Spieler entlaesst und andere Spieler von einer Mannschaften der unteren Liga aufnimmt?
Wichtig ist, dass sportliche Erfolge nicht erkauft werden koennen. Ein Spiellizenz fuer die Superliga ist an sich kein sportlicher Erfolg - er kann durch einen sportlichen Erfolg (Aufstieg) erreicht werden, oder eben durch andere Mittel. Aber ein Aufstieg hat nicht nur den Spiellizenz fuer die hoehere Liga zur Folge, er hat noch weitere erstrebenswerte Folgen (wie Ruhm, Selbstbestaetigungsgefuehl, Bonuslohn etc.), und ist daher eben nicht durch einen Lizenzkauf zu ersetzen.
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Der Unterschied besteht dann, wenn beispielsweise der 2. der unteren Liga ein Relegationsspiel macht, gegen den Vorletzten der oberen Liga, während sich der 3. (oder 4. etc) den Platz erkauft. Wie nennst du das? Ich nenne es Betrug (sportlich gesehen).
Wenn eine Mannschaft dagegen bestimmte Spieler einkauft um aufzusteigen, müssen diese das auch erstmal auf "sportlichem Weg" schaffen, im Erfolgsfall haben es sich die Spieler dann "verdient" eine Klasse höher zu spielen.
In gegengesetzem Fall könnte man ja auch gleich den Meistertitel erkaufen, dann gilt die Regel "Geld regiert die Welt" ja noch mehr.