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Alt 29.08.2006, 14:21
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aleol aleol ist offline
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AW: Reduzierung der maximalen Schwammdicke auf 1,5mm

@ JanMove,

sicher hängt die Attraktivität in erster Linie vom Spielsystem der Akteure ab. Einen gewissen Zusammenhang mt dem Material sehe ich dennoch, denn die Entwicklungen in diesem Bereich sind nunmal immer extremer und fördern meiner Meinung nach immer extremeres Spiel (v.a. immer mehr Tempo und Spin). Sicherlich ist damit auch noch attraktives Spiel möglich, dennoch scheint der Trend doch dahin zu gehen, den möglichst schnellen Punktgewinn (eben durch mehr Tempo und/oder mehr Spin) zu erreichen.
Sowohl im Spitzensport liegt darin eine Gefahr (auch wenn es auf einige ketzterisch wirken mag: ich sehe mir Spiele von Timo Boll nicht so gerne an, da es aufgrund seines extremes Topspins oft nur zu wenigen langen Ballwechseln kommt.), als auch - bzw. gerade im Breitensport. Wenn ich gelegentlich im örtlichen TT-Shop arbeite fällt es mir schon auf, wieviele Spieler nach immer extremeren Belägen - immer dicker, immer schneller, immer spinniger - fragen, obwohl sie (überspitzt gesagt) schon mit dem bisherigen Material kaum umgehen können. Klar, mit solchen Belägen kann man vielleicht eher den einen oder anderen Zauberschlag schaffen, aber auch die Fehlerquote steigt gewaltig an, was die Sache für evtl Zuschauer, v.a. aber auch für die Gegner nicht eben spassiger macht.

Wie schon gesagt, ist die Frage der Schwammstärke keine, die mir jetzt besonders wichtig ist. Dennoch denke ich schon, dass man über solche Vorschläge durchaus nachdenken sollte. Gerde die Anregung einer Positivliste, die hier ja aus der provokanten Forderung nach 1,5 mm heraus aufgetaucht ist, halte ich für durchaus interessant. Eine großartige Regeländerung sehe ich darin wie gesagt auch nicht, vielmehr ein gewisses Festhalten am Status Quo. (so wie eine Reduzierung auf ca 2,0 mm das TT auch nicht auf Steinzeitniveau zurückfallen ließe).

Und wenn denn alles freigegeben sein soll (O.K., ich weiß, es gibt durch die Begrenzung der gesamten Belagdicke bereits eine Beschränkung) - dann sollte auch bei den Noppen folgerichtig alles erlaubt sein.
Denn die Argumentation gegen so manche Noppen, der Gegner sei dagegen hilflos und die Bälle häufig ein Zufallsprodukt, gilt gerade auf nierigem Niveau auch für so manchen "Hau-Drauf-Spieler" mit dick(st)en Belägen und massenhaft dünnem Kleber darunter.
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