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Bolls schwieriger Weg zum Werbestar
Westfälische Rundschau:
zweifache Tischtennis-Europameister Timo Boll will sein doppeltes Gold von Zagreb versilbern.
Ich denke, dass einiges angekurbelt wird", meinte Boll nach seinen Erfolgen auf dem Balkan zu seinen Erwartungen an die Vermarktung seiner neuen Rolle als Leitfigur im deutschen Tischtennis.
Auch das Management des 21-Jährigen geht optimistisch an die Aufgabe. "Man muss es realistisch einschätzen: Das große Geld liegt bei drei großen Sportarten, die restlichen liegen in Nischen und haben nur wenige Chancen. Aber Timo ist jung, erfolgreich, intelligent und gut aussehend, also wohl ein idealer Werbeträger für die Wirtschaft, zumal er für die nächsten Jahre glänzende Perspektiven hat", meint Bolls Manager Rainer Ihle. Der Champion und sein Umfeld haben aus den Fehlern in der Ära der früheren Weltmeister Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner offenbar gelernt. "Da ist einfach zu wenig gemacht worden", meint Boll.
Manager Ihle hat schon vor der EM in Kroatien eine Werbeagentur mit dem Entwurf einer Imagebroschüre über Deutschlands ersten "Europe Top 12"-Sieger beauftragt. "Man muss alles sorgfältig planen. Aber man darf keine Wunderdinge erwarten."
Tingel-Touren durch populäre TV-Shows sollen in den kommenden Tagen und Wochen zunächst nur in Maßen stattfinden. "Es hat schon direkt nach Timos Einzel-Titel erste Anfragen gegeben", berichtet Ihle. Aber der Champion selbst dachte noch mit der Goldmedaille um den Hals an seine nächste Aufgabe schon am Freitag mit seinem Klub TTV Gönnern in der Bundesliga gegen den TTC Frickenhausen
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