Thema: TIBHAR Nimbus
Einzelnen Beitrag anzeigen
  #165  
Alt 09.09.2006, 12:26
Benutzerbild von Weltklasse
Weltklasse Weltklasse ist offline
TT-Hölzer nach Maß
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 19.09.2001
Ort: .... von der Nordseeküste....
Alter: 50
Beiträge: 2.703
Weltklasse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast (Renommeepunkte mindestens +40)
AW: Tibhar Nimbus

Testbedingungen:

Holz: Weltklasse Prestige Carbon
VH: Nimbus schwarz max, ungeklebt
RH: HP@ rot 2,0, eine schicht Nass mit Presse

Spielklasse: Bezirksoberliga Mitte TTVN
Spielsystem: beiseitiger Topspinangreifer Tischnah bis Halbdistanz


Äußere Erscheinung:
Die Schwammhärte meines Nimbus-Exemplares dürfte so bei geschätzten 43° Shore liegen. Jedenfalls ist er deutlich weicher als mein HP@ den ich bei ca 45° einordnen würde. Trotz des weicheren Schwammes ist der Nimbus (64 g o.V./46,1 g) zugeschnitten rund 2 Gramm schwerer als mein ebenfalls leicht selektierer HP@ (92,6g m.V/61,6 o.V./44,3 g). Dies dürfte allerdings daran liegen das ich den HP@ nur in 2,0 spiele. Während das OG der Hp ein wenig griffiger ist, ist das OG des Nimbus deutlich weicher und elastischer.

Erster Eindruck: Ich bin sofort mit dem Nimbus sehr gut zurechtgekommen. Klasse Belag ! Er hat den Frischklebesound eines geklebten Belages. Auch spieltechnisch kommt er zu ca 70-80% an einem geklebten Belag ran. Wer noch nie geklebt hat und Mediumbeläge spielt, für den dürfte der Nimbus die Offenbahrung sein. Ich mach mir jedenfalls keine Sorgen mehr nach Peking 2008. Mein Spiel wird nur geringfügig an Tempo und Spin verlieren.

Ballabsprung: Der Ballabsprung ist deutlich flacher als beim Sriver L und geringrügig höher als beim HP@

Aufschlaganahme/Kontrolle kurz-kurz:Der Belag vermittelt ein hervorragendes Ballgefühl und der Nimbus vermittelt einen das Gefühl als spiele man einen frischgeklebten Belag. Herausragend ist die Kontrolle im kurz/kurz sowie bei der Aufschlaganahme von kurzen und halblangen Aufschlägen. Hier hat der Belag einen geringeren Katapulteffekt als ein Sriver L, Mambo H.

Nun könnte man meinen das man die gute Kontrolle bei diesen Schlägen auch erreichen kann indem man einen Standartbelag wie Sriver L , EL, Hp@, SSP, Mambo H einfach nicht klebt. Dies ist jedoch ein Irrglaube denn ungeklebt vermitteln diese Beläge nicht annähernd eine so gute Ballrückmeldung wie der Nimbus. Hier macht sich einfach das Frischklebefeeling des Nimbus bemerkbar.

Der Nimbus bewegt sich bei diesen Schlägen zwischen einen frischgeklebten Chinabelag und eine geklebten Japan-Mediumbelag. Während mir geklebte Chinabelag (Palio HK 1997 , Higher II) zu wenig Katapult bei der Aufschlaganahme aufweisen und Japanmediumbelägen (geklebt) eine tick zuviel Katapult besitzen, ist der Katapult beim Nimbus genau richtig.

Aufschlag: Die Kontrolle/Ballgefühl ist einfach herausragend dadurch läßt es sich sehr sicher und platziert aufschlagen und man kann den Ball sehr schön führen.. Auch die Schnitterzeugung ist ganz klar im oberen Bereich. Vielleicht nicht ganz so viel wie ein beim Hp@ und Mambo H aber eine Tick mehr als beim Sriver L und klar mehr als beim Samba, Mambo, Neos Sound.

Konter:Beim Einkontern gingen die ersten Bälle eher ins aus als im Netz. Hier ist eine Anpassung erforderlich und man muß man das Schlägerblatt mehr schließen. Da ich im Match jedoch kein VH-Konter spiele ist mir dies relativ egal.

Block: Spiele ich auf der VH auch eher selten und wenn dann Passiv statt aktiv. Auffallend war jedoch der etwas geringere Katapulteffekt beim Passivblock gegenüber einem geklebten Belag. Dadurch empfand ich die Kontrolle als sehr gut. Hier ist der Ballabsprung auch deutlich flacher als beim Sriver L. Was mir entgegenkommt da mir dieser beim Sriver L immer ein wenig zu hoch war.

Topspin: Beim Schlagspin geht der Nimbus richtig gut ab auch dies ist auch am deutlichen klick zu hören. Je zentrale der Ball getroffen wird desto deutlicher ist hier der Sound. Aus der Halbdistanz komme die Topspins eigentlich aus allen Lagen und der Belag vermittelt hier eine sehr gute Kontrolle. Auch beim weichen Topspin ist ein deutliches klicken zu höhren wen der Ball entsprechend tangential mit ausreichender Unterarmbeschleunigung getroffen wird. Ich kann in diesem Fall auch nicht von einem runter-fall-Effekt beim Belag sprechen.

Dies sieht anders aus beim weichen Topspin auf halblange Aufschläge bzw. halblange Schupfbälle die kurz hinter der Grundlinie auftreffen. Wenn der ankommende Ball mit wenig druck gespielt wird. Hier fehlt es dem Nimbus dann an Frischklebeeffekt und dem Topspin fehlte es ein wenig an Tempo wodurch er häufiger im Netz landet als beim HP@. Diese Problem habe ich allerdings ebenfalls mit gekleben Belägen die eine härteres OG aufweisen wie Sriver L, Bryce etc. insbesondere wenn der Belag schon ein wenig abgespielt ist und das OG nicht mehr ganz so griffig ist.

Nur damit nicht ein falscher Eindruck entsteht. Dieses nach-unten-zeihen ist zwar vorhanden fällt aber mit einem ungeklebten Japanbelag noch deutlicher aus, selbst wenn der Belag ein elastisches OG aufweist wie beim HP@ oder Ekrips.

Insgesamt muß die Bewegung hier wohl mehr nach vorne gerichtet sein, aufgrund der Tischnähe bin ich jedoch immer ein wenig gehämmt aus Angst den Tisch zu treffen. Abhilfe könnte man sich hier bestimmt verschaffen indem man den Nimbus leicht klebt.

Weniger Spin im Vergleich zum Frischgeklebten Belag habe ich ebenfalls feststellen könne beim sogennannten Notschlägen wenn man schlecht zum Ballsteht steht. Z.B Hubtopspin (Bewegung gleich der eines Ballonabwehrschlag welcher jedoch flacher gespielt wird) welcher nicht so tangential getroffen wird wie ein normaler Topspin.

Fazit: Der Belag vermittelt ein super Spielgefühl und die Kontrolle beim Topspin und in der Aufschlaganahme ist herausragend. Leichte Schwächen weist der Belag beim Rotatiostopspin am tisch auf drucklose Bälle auf. Demnächst werde ich ihn frischgeklebt testen. Mal sehen ob sich die positiven Eigenschaften noch verstärken lassen.
Mit Zitat antworten