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Alt 11.04.2002, 18:40
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Joachim Voigt Joachim Voigt ist offline
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Joachim Voigt ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Hi,

ich hoffe ich darf hier als Ex-Bayer und Ex-Stützpunkttrainer in Bayern noch mitreden.
Es gibt einen Aspekt, den hier noch keiner angesprochen hat, andererseits wird hier immer von Fairneß und Gleichberechtigung gesprochen. So wünschenswert die Gleichberechtigung auch ist, es wird sie nie geben (schon allein aus geographischen und finanziellen Gründen). Und: Es liegt immer zum Großteil an den Eltern, ob die Kinder eine gute oder geringe Chance haben, wirklich gut zu werden (da gibt es keine Ausnahmen, egal über wen wir reden). Wollen die Kinder gut werden, müssen die Eltern (die Kinder natürlich auch) viel dafür tun.
Der Aspekt auf den ich hinaus will ist:
In der Förderung für den Hochleistungssport werden die wenigen Spieler gesucht, die im Rahmen der Möglichkeiten bereit sind, angebotene Förderungen optimal zu nützen um sich selbst ein "perfektes" Umfeld zu schaffen (Talent, Wille, usw. vorausgesetzt). Alle die diese Bereitschaft haben, werden gefördert, alle anderen fallen aus der Förderung. Und das ist auch gut so!!! Denn nur wenn ich meine (eingeschränkten) Mittel zielgerichtet einsetze erreiche ich etwas.
Das muß natürlich nicht heissen, das alle anderen gar nichts bekommen, aber gerade dort sind umso mehr die Eltern, Betreuer, Vereinstrainer gefordert. Und ich bin sicher auch der Verband (durch VT, HT, oder wie auch immer) wird helfen, falls dies dort abgerufen und gefordert wird. Aber genau dieser Mehreinsatz und diese Selbständigkeit ist dort gefordert.
Wer nicht in das vorgegebene Förderkonzept passt, muß sich die Bedingungen selbst zimmern und KANN dann auch sehr, sehr gut werden (siehe Bastian Steger, der einen völlig eigenständigen Weg ging).
Es mag für einzelne hart sein, aber es geht nicht darum alle ein bißchen zu fördern, sondern einige optimal. Und da gibt es keine Gerechtigkeit.

Viele Grüße
Joachim
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