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AW: STIGA Hölzer im Wandel der Zeiten...
Es ist nahezu unmöglich, eine auch nur halbwegs vollständige Übersicht über die verschiedenen Furnierdicken, Blattgrössen, Griffvarianten etc. der verschiedenen Serien und Modelle über die Jahre zu erstellen. Selbst wenn man alle noch lebenden ehemaligen Stiga-Mitarbeiter sowie alle grossen Sammler diese Welt befragen würde, wäre das Ergebnis immer noch lückenhaft.
Da diese Infos auch wesentliche Auswahlkriterien bei der Beurteilung der Qualität eines alten Stiga Holzes sind (in der Tat gibt es auch ein paar schwächere alte Serien, selbst aus den 60er Jahren) möchte ich hier mit meinem (geringen) Insiderwissen nicht weiter ins Detail gehen; schliesslich kaufe auch ich heute ab u. an immer mal wieder etwas ein und will die Konkurrenz nicht noch mehr vergrössern, als ich es mit der Eröffnung dieses Threads hier ja eh' schon tue...
Zu den Bildern: auch hier herrschte eine grosse Vielfalt, die - vor allem aus Zeitgründen - nicht im Detail wiedergegeben werden kann.
Am Beispiel des Alser-Modelles ein paar spärliche Infos dazu aus dem Gedächtnis: die ersten Bilder (1962/63) waren etwas grösser, in Blautönen gehalten, das Gesicht des Spielers fleischfarben (wie bei einem echtem Colorfoto) .
Später änderte sich die Gesichtsfarbe und der Buchstabe A wurde etwas anders dargestellt.
Ab ca. 1966 war die vorherschende Farbkombination beim Alser dann rot/schwarz und das Gesicht weiss. Der Tatsache, daß der gute Hans schon in jungen Jahren zum Haarausfall neigte, wurde dadurch Rechnung getragen, dass die Stirn ab ca. 68/69 höher gelegt und auf den Fotos/Bildern in den siebziger Jahren Alsers Glatze mehr oder weniger unverblümt dargestellt wurde.
Bei den Hölzern ab ca. 1967 mit Cobra Belägen stand unter dem Bild meist noch `Backside Top Spin`, es gab aber auch die Kombination mit Noppen Aussen/Noppen innen, da stand dann `Combi Wood `drauf; auf den Schlägern die komplett mit Noppen-Aussen belegt waren, fehlte solch ein Zusatz. Bei den späteren mit Mark V belegten Modellen stand dann unten halt ´Mark V`drauf.
Zuweilen (nicht immer) wurden für die komplett mit Noppen aussen belegten Hölzer entweder extra harte Limba Furnierqualitäten rausselektiert oder die Furnierdicke fiel etwas höher aus (5,6 mm aufwärts) - diese Modelle gehören häufig zu den schnelleren, härteren und schwereren Schlägern ...
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Alle Wege münden in schwarze Verwesung.... .. (Georg Trakl)
Geändert von Rieslingrübe (15.09.2006 um 18:46 Uhr)
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