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AW: STIGA Hölzer im Wandel der Zeiten...
1.) Die Qualität der Limba Deckfurniere
2.) Die Verleimung der einzelnen Schichten wurde etwas anders durchgeführt
3.) Die Griffschalen wurden mit mehr Sorgfalt, geringerem Anpressdruck und tieferem Ansatzpunkt montiert (all dies hat positiven Einfluss auf die Unterdrückung unangenehmer Schwingungen)
4.) Viele der schnelleren Hölzer hatten etwas dickere Limba-Sperrfurniere und geringfügig dünnere Aussenfurniere als heute.
5) Die Furniere wurden vor der Verarbeitung schonender u. länger getrocknet bzw. abgelagert
6.) grössere Schlagflächen
7.) plus 8. ) Betriebsgeheimnis
Es gibt anscheinend in der Tat zwei, drei Punkte bei der Herstellung und der Verarbeitung, die in irgendeiner alten Schreinergeneration bei Stiga irgendwann Ende der sechziger Jahre verloren gegangen sind oder zumindest nicht mehr 1:1 überliefert wurden: ähnlich wie bei den alten Geigenbauern im 17. und 18. Jahrhundert (Stradivari u.Co.) .
Wenn man aber zumindest all die andern oben angeführten Punkte beherzigen u. die Produktion dahingehend umstellen würde, so käme man meiner Meinung nach schon zu circa 80 bis 90 Prozent* an die besten alten Stigas heran. Die längere Fertigungsdauer und die starke Selektion bei den Furnierqualitäten hätte - wollte man als Hersteller u. Händler bei den (grossen) Gewinnspannen keine Einbussen in Kauf nehmen - dann natürlich schon seinen Preis: 150 Euro aufwärts dürfte solch ein Holz in meinen Augen locker kosten...
* siehe die Jubiläumshölzer der Serien A und B aus dem Jahre 1988, die seinerzeit aber nie in den Handel kamen sondern ausschliesslich an Stiga-Vertragsspieler verteilt wurden: besonders die Modelle der A-Serie waren schon recht nah' an den Top-Qualitäten der 60er Jahre dran...
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Alle Wege münden in schwarze Verwesung.... .. (Georg Trakl)
Geändert von Rieslingrübe (15.09.2006 um 18:50 Uhr)
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