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Alt 12.04.2002, 16:09
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Original geschrieben von Uwe
Nicht allein die TV Berichte sind entscheidend sondern es muß für einen Laien möglich sein nachzuvollziehen was da passiert!Nur so kann er sich mit einer Sportart identifizieren und darüber kommt letztendlich ein Interesse für eine Sportart.

Ich denke, fast jeder hat in seinem Leben mal einen Schläger in der Hand gehabt. Hat es ihm Spaß gemacht, tut er es wieder, ansonsten kann man die Regeln verändern wie man will, es wird diesen nicht mehr dazu bringen es nochmals zu probieren.
Zumal unsere Regeländerungen für den Laien fast keine Auswirkungen haben, im Gegensatz zu ihrere Wirkung auf uns Aktive.

Fussball ist doch sowas von einfach nachzuvollziehen, das schafft doch wirklich jeder Schwachmat!

N' bißchen arrogant, oder ? Tischtennis ist von seinen Regeln und seinen taktischen Anforderungen auch nicht viel komplizierter als Fußball. Die Abseitsregel wird noch Generationen zu Diskussionen bringen und die Variationen bezüglich Viererkette, Pressing, ... stehen uns in nichts nach. Und Effet und Rotation kennen die Jungs auch.

Und von der breiten Masse, die dich angeblich nicht interessiert, leben wir letztendlich. Ohne Publikum keine Medien, ohne Medien keine Sponsoren ohne Sponsoren kein Geld. Also Egoismus ist hier wirklich fehl am Platz!

Wir leben nicht von der breiten Masse. Die Vereine finanzieren sich selbst. Jeder Verein, ob Lizenzliga oder Kreisliga ist auf sein eigenes Engagement und seine eigenen Ideen angewiesen. Wer sich attraktiv darstellt hat jetzt Sponsoren und wird sie auch in Zukunft haben, wer nichts tut, wird auch bei gestiegenem Medieninteresse keine müde Mark bekommen.
Mit dem Tennisboom ergab sich für die Vereine nur eine Verbesserung, sie steigerten ihre Mitgliederzahlen. Die Sponsorensuche wurde nur unwesentlich erleichtert und hängt immer mit der Situation des einzelnen Vereins zusammen. Richtig profitiert haben damals einzelne Spitzen-Sportler, die Industrie, die entsprechende Produkte anbot und die Medien, die ihre Werbeminuten besser verkaufen konnten.
Bei Vereinen und Spielern kam aber reichlich wenig an.


Was soll daran so schlecht sein, wenn man was probiert? Keiner kann immer genau im Voraus abschätzen welche Auswirkungen etwas hat. Ich sehe darin nichts verwerfliches, ausser das diejenigen, die GLAUBEN Nachteile zu haben, sofort wieder auf die Barrikaden gehen.

Ganz einfach:
- Bewährtes zu ändern ohne den geringsten Hinweis auf mögliche Verbesserungen zu haben widerspricht dem grundsätzlichen menschlichen Handeln.
- Neues Ausprobieren, wenn das Risiko besteht, Bestehendes zu gefährden will wohl überlegt sein.
. . . Wenn Du verheiratet bist, fünf Kinder hast, ein Haus besitzt und einen Beruf, der Dir Spaß macht, gehst Du dann mal soeben für ein Vierteljahr nach Tibet um was Neues auszuprobieren ?
. . . Beteiligst Du Dich an Aktionen, die finanzielle Aufwendungen erfordern, ohne zu wissen was dabei herauskommt.

- Eine besondere Gabe des erwachsenen Menschen ist es, sein Handeln abzuwägen und zu durchdenken, ohne alles selbst tun zu müssen.

- Jede Entscheidung, die Auswirkungen auf 700.000 direkt Betroffene hat, muß Hand und Fuß haben. Ansonsten macht man mehr kaputt, als man jeh gewinnen kann.
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