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Alt 18.09.2006, 23:39
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Joachim Voigt Joachim Voigt ist offline
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Joachim Voigt ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Erfahrungsberichte Schiris HTTV TOP 32

Zitat:
Zitat von hschmitt Beitrag anzeigen
Ich habe in Mörlenbach viele Trainer auf die nicht korrekten Aufschläge Ihrer Schützlinge hingewiesen.
Einmal habe ich auch ein Spiel "zerstört".
Ich denke das Problem liegt jedoch in der mangelhaften Vermittlung der Regeln durch die Trainer!
Bei A-Schülern und Jugend gebe ich Dir Recht, bei C- und B-Schülern nicht. Die Aufgabe der Trainer ist in erster Linie der Spaß am Spiel, dann das technisch-taktische Rüstzeug und dann die Feinheiten der Regeln. Und das braucht Zeit.

Zitat:
Zitat von hschmitt Beitrag anzeigen
1)frisch geklebte Schläger
Zu 1) Ein Kind bei TOP 32 das frischklebt, bekommt dies bestimmt von seinem Trainer gezeigt, dann aber bitte doch korrekt!
Es ging in keinem der mir bekannten Fälle um frisch geklebte Schläger, sondern immer um "normal" geklebte Schläger.

Zitat:
Zitat von hschmitt Beitrag anzeigen
2)Kleidung
Zu 2) Sehr einfach durch eine kleine Checkliste zu regeln
War meines Wissens kein Problem.

Zitat:
Zitat von hschmitt Beitrag anzeigen
Zu 3) Der aufwändigste Punkt und auch der wichtigste. Wiederholt abgezogene Punkte oder Eingreifen des Schiedsrichters bringen ein Kind total aus dem Konzept. Schuld des Schiedsrichters? Zu jedem Training sollten 10-15min Aufschlägtraining gehören und da müssen die Trainer sauber arbeiten und sich selber mal die Regeln aneignen.
10-15 Minuten Aufschlagtraining sind eine nette Idee aber völlig realitätsfremd. Vielleicht muß einfach mal klar gesagt werden:
zwischen 50 und 95% der teilnehmenden Kinder sind absolute Hobbyspieler.
Ich mache regelmässig Aufschlagtraining, dennoch gibt es Kinder, die sich mit dem Hochwerfen (bei den C-Schülern und vielleicht noch bei den B-Schülern) schwer tun.
Außerdem möchte ich dazu anmerken: Ich fand den abgezählten Aufschlag völlig unnötig und übertrieben. Ich habe dennoch die Entscheidung wortlos akzeptiert und nichts gesagt. Zur Farce wurde das ganze erst, als der Schiedsrichter in der Satzpause seine - sorry - lächerlichen Time-Rufe losließ. Hätte er seinen bewegt, wäre zu uns gekommen, hätte gefragt was los ist und ein *bißchen* Einfühlungsvermögen gezeigt, wären wir schneller spielbereit gewesen und wir würden das ganze hier nicht diskutieren. So bleibt mir nur das Fazit: formal hat er vielleicht seine Prüfung bestanden, menschlich und im Ansehen ist er gnadenlos durchgefallen.

Und noch ein paar weitere Anmerkungen:
Peter hat bereits richtig geschrieben, alle Entscheidungen beim Top 32 der Jugend hatten nichts mit meinen Spielerinnen zu tun bzw. brachten ihnen eher *Vorteile* im Sinne kampflos gewonnener Spiele.
Ich hatte eine Schiedsrichterlizenz und habe sie nicht verlängert mangels Zeit. Dennoch habe ich mich in Regelfragen ständig weitergebildet. Ich bin sicherlich ziemlich auf dem aktuellsten Stand und dieses Wissen vermittle ich auch meinen Spielern. Daher finde ich es immer besonders abenteuerlich, wenn Schiris irgendwelche Regeln erfinden oder *seltsame* Entscheidungen versuchen zu rechtfertigen. Und genau das gab es in Großkrotzenburg wieder mehrmals.

Zitat:
Zitat von klugscheisser
Und dass man für den Fall der Fälle auch noch einen extra korrekten Schläger für 100 Euro kaufen muss (pro Veranstaltung?) ist ja auch ein Witz. Ein korrekter Schläger, der nicht nur bei zwei zugedrückten Augen des Schiris "durchgeht", reicht doch. Wer trotzdem einen Schläger mit zu grossen/kleinen Belägen spielt, kennt doch das Risiko.
Nein Peter, das ist kein Witz. Ich kann Dir reihenweise Beispiele aufzeigen, warum das nötig sein könnte (und dabei wurde noch nicht mal frischgeklebt):
- im letzten Jahr spielte eine Spielerin mit einem Schläger dessen Beläge auf jeder Seite ca. 1mm zu klein waren, der Grund: das alte Holz war in der Woche vorher gebrochen, die nagelneuen Beläge wurden also auf ein neues Holz geklebt, leider war das einen Tick größer, Ergebnis: der Schläger wurde im letzten (!) Spiel um Platz 29/30 für unzulässig erklärt
- die aktuellen Beläge ziehen sich in einigen Fällen nach dem Aufkleben auf das Holz in den ersten Tagen ein wenig zusammen und werden kleiner. Überstehen lassen darf ich sie nicht, also brauche ich einen zweiten Schläger, falls dies am ersten oder zweiten Tag der Fall sein sollte.
- nagelneue Beläge, ein bißchen verrutscht beim Aufkleben oder Abschneiden: irgendwo fehlt ein Eckchen, woher weiß ich, ob das noch durchgeht?
- ich bleibe mit dem Schläger am Tisch hängen
- bei manchen Spielern wird der Belag am Rand (durch Tischkontakt beim Schupfen u.ä.) "abgenagt", dies passiert mit einem neuen Belag manchmal schon nach 2-5 Spielen, wer sagt mir nun, ob ich damit noch spielen darf? (d.h. ich brauche für eine Rangliste wie das Top 32 im schlimmsten Fall sogar 3-7 Beläge ggf. noch pro Seite, wenn ich wirklich sicher sein will)
Hältst Du das alles für realitätsfremd? Ich kann Dir versichern, bei den mir bekannten Fällen aus dem letzten und aktuellen Jahr, ging es immer nur um derartige Fälle.
Die mir bekannten Fälle wären alle nur durch einen vorhandenen zweiten Schläger vermeidbar gewesen. Alternative: Der Spieler spielt mit einem anderen, fremden Schläger weiter (wie zum Teil geschehen). Wir müssen - hoffe ich - nicht diskutieren, dass das ein deutlicher Nachteil ist bzw. sein kann.
Nachbessern - nach den Regeln nicht zulässig - wäre übrigens in den meisten Fällen möglich gewesen, wäre schneller gewesen als die Diskussionen und wird sogar im Spitzensport immer wieder mal toleriert. Wer kann mir jetzt erklären, warum diese goldene Brücke für Kinder so gnadenlos ausgeschlossen werden muß?

Geändert von Joachim Voigt (18.09.2006 um 23:44 Uhr)
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