AW: Erfahrungsberichte Schiris HTTV TOP 32
Also, ich denke, es ist erstmal grundsätzlich positiv, dass auch Jugendveranstaltungen durch "richtige" Schiris honoriert werden. Die Entschädigung der Schiris deckt deren Aufwand nur ansatzweise. Also sollte dieses Engagement grundsätzlich gewürdigt werden.
Fehler passieren auch Schiris, sie sind schließlich auch Menschen. Doch bei manchen passieren sie sehr regelmäßig. Es gibt da einzelne, die leider einfach überfordert sind, sie sind schon dafür bekannt. Zitat einer Spielerin: "Das ist so ein netter Opa der Schiri, aber er sieht nicht, wenn Bälle ins Spiel fliegen, und wir Spielerinnen müssen immer aufpassen, dass er richtig zählt." Dieser Kategorie Schiris kann man nicht böse sein, aber optimal ist es nicht und sie sind teilweise leider seit Jahren bekannt.
Auch habe ich in Großkrotzenburg erlebt, dass Schiris trotz großer Erfahrung inkonsequent sein können. Erst das Spiel unterbrechen und dann den Punkt doch geben ... Vielleicht wollte hier jemand gerade mal das Fingerspitzengefühl beweisen und hat dann ausgerechnet woanders hingegriffen ...
Entscheidend finde ich das Selbstverständnis eines Schiris. Ob er für den Rahmen sorgt, ein Spiel zu leiten, bei dem die Sportler im Vordergrund stehen oder sich selbst in den Vordergrund spielt.
Über die zahlreichen Besonnenen redet man wenig, sie fallen nicht auf, weil der Sport im Vordergrund steht, wie es sein soll.
Über wen man redet, sind die Selbstdarsteller, weil dort der Sport auf einmal nebensächlich wird und sogar der Wettkampf im negativen Sinne beeinflusst wird. Und genau von dieser Sorte gibt es leider Einzelne, die für den Sport unerträglich sind, ihn kaputt machen. Auch beim Top32 waren wieder vereinzelt welche zu sehen. Leider sind es auch immer die selben. Ich denke, "borderline" hat genau diese Kategorie gemeint. Was diese Menschen in ihrem restlichen Leben gebacken bekommen oder nicht,möchte ich nicht beurteilen, doch eines ist gewiss, sie haben Profilierungsdrang und nehmen sich viel zu wichtig.
Speziell ein Schiri-Beispiel im Rhein-Main-Gebiet gibt permanenten Anlass zum Stress.
Was tun außer meckern?
Auch im Schiedsrichterwesen gibt es einen Ressortleiter und Verantwortliche in den Regionen. Diese sollten dazu angehalten werden, ihren Pappenheimern mal auf die Finger zu sehen und Beschwerden ernst zu nehmen. Vor vielen Jahren hatte ich auch einmal eine Lizenz, damals wurde die Profilierung als Schiri in Schirikreisen sogar noch gefördert (ein Grund, weswegen ich keinen Bock mehr darauf hatte, habe aber auch viele Besonnene getroffen), heute ist es hoffentlich nicht mehr so. Als Schiri fällt man auch schnell nach oben, weil sich nicht unbedingt viele darum reißen.
Ich möchte an der Stelle dem Großteil der Schiris danken, die bei der Leitung der Spiele die Sportler lassen, wo sie hingehören, im Mittelpunkt. Die sich einmischen, wenn es nötig ist, aber auch mal das berühmte Fingerspitzengefühl beweisen. Denen die Intention ihrer Aufgabe wichtiger als das Kleingedruckte ist.
Außerdem hoffe ich, dass innerhalb der Schiris eine Selbstreinigung mit den Profilneurotikern einsetzt, um nicht den HTTV-Schiristand als Ganzes dauerhaft in Misskredit zu bringen.
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Nichts bleibt wie es wird!
Mephisto
TSG Oberrad
Geändert von Mephisto (19.09.2006 um 09:13 Uhr)
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