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AW: welches Verhalten wird gewünscht?
Hm, lustige Diskussion:
Dieses "Selbstanfeuern" hat sogar ein Fachtermini. Es handelt sich um sogenannte Stopcodes. Die heißen wirklich so. Es gibt ein Buch von Alex Masure, das war der psychologische Betreuer von Boris Becker, zu dessen Hochzeiten Anfang der Neunziger.
Er differenziert in seinem Nachschlagewerk, dass es generell darum geht, mittels kurzer Parolen eine Selbstkonditionierung durchzuführen. Im Optimalfall schafft der Spieler es, sich selbst mittels dieser Anfeuerung zu motivieren und zu konzentrieren. Diese Fokussierung funktioniert aber nur dann, wenn sie nicht regelmäßig durchgeführt wird. Das Verwenden dieser Stopcodes dient aber in keinster Weise dem Zweck Einfluss auf seinen Gegenüber zu nehmen, sondern ausschließlich als "Eigentherapie".
Er gibt aber auch anderes Beispiel an: Roger Federer, dieser Spieler war in seiner Jugendzeit ein Chaot. Wer es nicht glaubt, soll mal dessen Vita lesen. Erst die Zusammenarbeit mit einem Spezialisten zum Orange Bowl (höchste Jugendturnierserie) hat bewirkt, dass der gute Roger ruhiger wurde. Heute gibt es Situationen in denen er sich auch mal lauthals anfeuert, das ist aber nur selten der Fall. Es zeigt aber umso deutlicher, dass er sowohl den Gegner, als auch das Spiel ernst nimmt bzw. respektiert.
Bei ihm ist folglich ein Indikator für einen Gegner, den er für "gefährlich" erachtet.
Um das ganze auf die Jungs und Mädels zu adaptieren - es wird mit Sicherheit nicht in der Form verwand wie es im ursprünglichen Sinn angedacht ist. Das Pushen ist vermutlich eher antrainiert und ist konditioniert und verfehlt somit den eigentlichen Zweck.
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