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Alt 27.09.2006, 09:18
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Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Du hast zwar in der jüngeren Vergangenheit hier recht viel hochgradigen Schwachsinn abgelassen, Deinem obigen Beitrag stimm' ich inhaltlich allerdings weitgehend zu.
Süß könnte schon relativ nahe an seinem persönlichen Limit angelangt sein; die nächsten beiden Jahre werden's zeigen.
Steger ist ein braver Bundesliga-Spieler, international kann man den kaum bringen, nicht nur wegen des heutigen Debakels.
Ovtcharov ist natürlich der Wechsel auf die Zukunft, aber mit Sicherheit kein zweiter Boll.
ZFK hat seine internationale Zukunft hinter sich, Rossi befindet sich im Spätherbst seiner Karriere, Hielscher ist langzeitverletzt.
Wosik würd' ich's wünschen, dass er sich noch mal in den engeren Kreis spielt...wird schwierig genug...
Zu Baum kann ich nichts sagen, aber nach "erweiterter Weltklasse" sieht das nicht aus...
Und was kommt mittelfristig?
Denkbar wenig; die deutschen Schüler und auch die jüngeren Jugendjahrgänge sind europäisches Mittelmaß.
...Ruwen Filus zeigt vielversprechende Ansätze, aber sein Ziel ist wohl doch eher, sich irgendwann mal in der 1. Liga zu etablieren...
Fazit: Boll wird noch für'n Jahrzehnt der einzige deutsche "Weltklassespieler" im engeren Sinne bleiben.

Darüber sollten wir uns freuen.
Ketzerische Frage: Welcher Europäer - besser: Nichtasiate - ist ein absoluter Weltklassespieler?

Meine Meinung aus dem Bauch heraus:
1. Boll
2. Samsonov
3.
4.
5.

Meine Definition diesbezüglich ist, das derjenige, der ein großes und gutbesetztes Turnier gewinnen KANN, zur absoluten Weltspitze gehört.

Die Differenz China/(Asien) vs. Europa ist so groß wie vor der "schwedischen Revolution".
Damals waren die Chinesen durch die neue Technik, nämlich geklebte Beläge und (auch) dadurch durchschlagskräftigere Rückhand mit ihrer Penholder-Noppen-Vorhand-Athletik benachteiligt.

Aber der Zopf ist ab. Inzwischen haben die Chinesen wirklich nicht nur alle Spielsysteme auf Weltniveau, sie "erfinden" sogar ständig neue Techniken.

Da der Stellenwert - und damit das Spielerreservoir - des TT in China ungleich höher ist als hierzulande, wird ein Boll zwangsläufig eine Ausnahmeerscheinung bleiben. So einen gibt es eben auch in China nicht an jeder Straßenecke.
Der Rest der Familie muss sich halt damit trösten, evtl. mal in Europa aufzutrumpfen (wenn da gewisse Einbürgerungspraktiken nicht dagegen sprechen).

Aber was solls? Im Badminton ist es genauso. Die zwei Bronzemedallien werden sich kaum wiederholen und sind deshalb umso schöner.

Und im Diskuswurf, Handball, Fußball, Polo, Dressurreiten etc. brauchen die Chinesen gar nicht erst anzutreten. Da gewinnen nämlich wir.
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