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Alt 26.10.2006, 10:51
Rudi Endres Rudi Endres ist offline
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Zitat von mithardemb Beitrag anzeigen
Bist du dir sicher, daß das gesunkene Medieninteresse in China auf die kürzeren Ballwechsel zurückgeht. Mir scheint es dort boomen die "westlichen" Sportarten. Würde mich interessieren, worin henrypijames die Ursachen für das Sinken der Zuschauergunst in China sieht.

Übrigends scheint es auch heute im Zeitaltes des Frischklebens noch interessante Ballwechsel zu geben. Schau mal bei video.google.de und suche nach ttlive. Ganz so extrem schnell sieht das für mich nicht aus.

Bisher ist der Zusammenhang zwischen Länge des Ballwechsels und Anzahl der Zuschauer lediglich eine These. Es ist auf jeden Fall einen Versuch Wert auf diese Art und weise mehr Zuschauer anzulocken, aber niemand weiß ob das Experiment gelingen wird.
Wir haben eben auch eine Globalisierung des Sports. Man kann den Boom der "westlichen" Sportarten nicht vom Rückgang der traditionellen Sportarten abkoppeln. Es ist ein Konkurrenzkampf. Wäre es nur der Reiz des Neuen, so müsste TT in den Medien allmählich wieder stärker Fuß fassen. Ich lasse mich gern belehren. Fragen wir henrypijames. Er ist der einzige Chinaexperte mit fundiertem Hintergrundwissen in diesem Forum. Seine Äußerungen nehme ich sehr ernst.

Ich habe nie bestritten, dass es noch tolle Ballwechsel gibt. Aber sie kommen zu selten vor. Früher waren die Spitzenspieler stets für einige spektakuläre Aktionen gut. Das können sie sich heute nicht mehr erlauben. Es sind eher die schwächeren Spieler, die aus der Not heraus ab und zu in die Ballonabwehr gehen müssen. Ich schaue mir seit den 80igern regelmäßig Ligabegegnungen, sowie Spiele in Frankreich und Belgien an. Es gab immer unansehliche Partien, jedoch nicht in dieser Häufung. Das Spiel lebt nur noch von der Spannung. Leung (Würzburg) und Blaszczyk (Grenzau) lieferten sich einen Fünfsatzkrimi. Das war "Spiel auf den dritten Ball" in Perfektion. Für neutrale Zuschauer hingegen war es TT zum Abgewöhnen.

Man kann durch Experimente herausfinden, wie lange der durchschnittliche Ballwechsel sein muss oder wieviele längere Ballwechsel pro Spiel im Schnitt erforderlich sind, um die Laien zu begeistern. Hier liegt das Problem. Womöglich bringt eine geringe Reduzierung von Spin/Speed überhaupt nichts. Größere Veränderungen sind nicht durchsetzbar. Man müsste ein Experiment wagen, etwa in Form einer gut dotierten Turnierserie. Schließlich benötigen die beteiligten Spieler eine Anpassungszeit und sie müssten finanziell abgesichert werden.
Eine kostengünstigere Möglichkeit wäre eine nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte Videoauswertung im Hinblick auf das Publikumsverhalten. Die Betonung liegt auf "wissenschaftlich". Eine absolut neutrale Instanz müsste die Bewertungen vornehmen. TT-Funktionäre oder Spieler dürften keinerlei Einfluss ausüben. Bisher wurden/werden Videos nur zur Technik-/Taktikauswertung genutzt.
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