So, eine Stunde Heimfahrt sollten reichen, um die Gedanken zum Spiel Reichenbach-Offenburg zu sortieren. Nun also eine Einschätzung der Lage:
Drei wichtige Punkte sind festzuhalten:
1. Reichenbach bleibt trotz des knappen 7:9 in eigener Halle Tabellenführer
2. Im Vergleich zum Heimauftakt gegen Weil waren die Reichenbacher besser auf die Zuschauermassen vorbereitet.
3. Baut dem Miro ein Denkmal!
zu Punkt 1: Drei verlorene Doppel, wobei Gerbig/Ulrich wohl eingeplant war, Cecava/Flore überraschten und Schreyer/Hille nach 9:2 im Fünften noch enttäuschten. Oben kamen volle 4 Zähler, trotz starker Offenburger. In der Mitte ein Pünktchen von Schreyer, gut gespielt, verdient gewonnen. Ulrich wieder überfordert. Unten gewinnen Gerbig und Hille gegen den 6er, verlieren klar gegen den 5er. Damit 7:8 und Cecava/Florea verlieren 1:3. Aber Entscheidungsdoppel sind sowieso immer eigenartig.
zu Punkt 2: Gut, dass diesmal zwei Zähler pro Tisch vorhanden waren, denn zum zweiten Heimspiel kamen deutlich mehr Zuschauer, als gegen Weil. Diesmal gingen auch die alkoholfreien Getränke nicht zu Neige, alles in allem gut durchorganisiert. Und die Tausend (ok - leicht übertrieben

) Fans zauberten 'ne gute Stimmung in die Halle. Nur der Ansager hat so 'nen eigenartigen Dialekt, aber das scheint angeboren

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zu Punkt 3: Spieler des Tages und Publikumsliebling war wieder Miro Cecava. Dieser abgebrühte, mit allen Wassern gewaschene, schlitzohrige, ausgebuffte und nicht zu vergessen 48jährige TT-Haudegen bog erst ein 0:2 gegen Li in einen Fünfsatzsieg um. Anschließend zeigte er gegen Sagan, dass es auch andersherum geht: 2:0 Satzführung, den Gegner kommen und dann im Entscheidungssatz alt aussehen lassen. Wieder vorbildliche Einstellung, bei noch so vielen Kantenbällen und Netzrollern hört man keinen Laut, bei starken Punkten sieht man nur die Faust und dass nach jedem Ball gegangen wird, ist selbstverständlich. TOLL! Miro allein, ist die 2 Euro Eintritt wert.
So, das soll's gewesen sein. Am 18.11. gegen Stuttgart, wollte der nuschelnde Ansager am Ende noch durchgeben. Für alle die es nicht verstanden haben, sei es hier wiederholt.