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Alt 03.11.2006, 14:31
Waterhouse Waterhouse ist offline
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AW: neues Bilanzsystem

Zitat:
Zitat von Nacki Beitrag anzeigen
Wenn man wirklich wie im Beispiel gegen die 18 gleichen Gegner die gleiche Bilanz spielt, sollte man auch als gleich stark bewertet werden. Exakter und gerechter geht es ja eigentlich gar nicht, und das ist im Sport ein bewährtes Prinzip.
Gebe Dir grundsätzlich recht. Das ist logisch und entspricht dem gesunden Menschenverstand.
Allerdings entspricht es auch dem gesunden Menschenverstand, daß es ein Sechser schwerer hat auf eine gute Bilanz zu kommen als ein Fünfer.
Beide kommen öfters nur einmal dran und der Fünfer hat immer den gegnerischen Sechser, welcher hier und da auch noch ein überforderter Ersatzmann ist.
Wenn ich jetzt unser heutiges System (Pfalz, SWTTV) mit den 9, 6 und 4 Punkten je PK betrachte, muß ich sagen, dass ich es für ziemlich gut halte (einfach und "relativ" gerecht). Allerdings könnte man durchaus auf die Idee kommen dieses System zu optimieren, indem man Siege über 1, 3, und 5 etwas höher bewertet als gegen 2, 4 und 6. Damit hätte ich aber im obigen Beispiel eben die absurde Situation, daß zwei Spieler gegen die gleichen 18 Gegner die selbe Bilanz erzielt haben, aber eine unterschiedliche Spielstärke attestiert bekommen. Warum? Weil in diesem System nur Siege in die Berechnung einfließen und die Spielstärke der Gegner, gegen die ich verloren habe, keine Rolle spielt.
Jetzt könnte man wieder mit Bonus- und Maluspunkten für Siege und Niederlagen in Abhängigkeit der Spielstärke der Gegner arbeiten und irgendwann hätte man ein "gerechtes System", aber keine Sau blickt mehr
durch.
mein Fazit: die Akzeptanz eines Systems hängt auch wesentlich von seiner Transparenz ab. Ich persönlich favorisiere das System mit den 9, 6 und 4 Punken je Sieg (dividiert durch die Anzahl der Spiele). Kleine Schwäche: bedingte Aussagefähigkeit bei Spielern mit wenigen, nicht repräsentativen Spielen.
Alles andere führt aber zu Scheingenauigkeiten, denn jedes noch so ausgeklügelte System kann gar nicht alle Einflußfaktoren bzgl. der tatsächlichen Spielstärke berücksichtigen.
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