Thema: Yasaka Mark V
Einzelnen Beitrag anzeigen
  #5  
Alt 07.11.2006, 13:05
tomji tomji ist offline
Nordisch By Nature
Foren-Stammgast 1000
 
Registriert seit: 18.02.2005
Alter: 46
Beiträge: 1.279
tomji ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Testbericht: Yasaka Mark V

Ich hab hier mal einen Testbericht zum Mark V geschrieben, er ist der Belag mit dem ich, in den ganzen Jahren in denen ich nun Tischtennis spiele, am meisten gespielt habe und zu dem ich immer wieder zurück gekehrt bin, nachdem ich auch immer mal was anders ausprobiert hatte. Bis jetzt habe ich keinen anderen Belag gefunden, der sich so harmonisch, variabel und so kontrolliert spielt, und dabei ähnlich hohe Spin und Tempo Eigenschaften aufweist und dabei noch ausgesprochen lange Haltbar ist.

Ungewöhnlichweise gibt es zum Mark V und leider auch zu anderen bekannten Klassikern nur wenig aussagekräftige Testberichte hier im Forum gefunden, ich würde mir wünschen, das auch andere, die vielleicht sehr lange z.B. einen Donic Coppa, Vario, JO Waldner, Nittaku Magic Carbon, Tiphar Rapid, Tiphar Speedy Spin, Juic Driva Smash, Butterfly Ekrips, Stiga Mendo usw. gespielt haben, bzw. ihn noch spielen, noch mal einen Testbericht verfassen würden.


Yasaka Mark V

Der Mark V besitz ein 48° (hart-) harten Schwamm, welcher für einen Klassiker ungewöhnlich dynamischen ist, in max kommt man bei den ersten Bällen gar nicht darauf, das der Belag so hart sein soll und man würde ihn eher für einen härteren medium (medium+) Belag halten.

Der Belag springt aber natürlich nicht so gut aufs Frischkleben an wie es neuere Beläge tun und braucht ne Schicht Kleber mehr -> Folienklebung/Presse sind hier eindeutig empfehlenswert, aber auch ungeklebt ist der Belag bis 2,0mm hervorragend zu spielen.

Das Obergummi ist recht weich (soft+), sehr griffig und auch sehr lange haltbar.

Die Innennoppen fallen, im Vergleich zu vielen anderen NI Belägen, etwas länger und dünner aus, der entstehende Absprungwinkel fällt deshalb nicht so flach aus, wie es der Härtegrad des Schwammes vermuten lässt, auch wenn er natürlich dennoch eher flach ist.

Auf Hölzern mit sehr weichen Furnieren, speziell natürlich mit weichen Außenfurnieren
(z.B. Stiga Allround Classic, Allround Evolution, Energy Wood, Offensive Classic, Clipper Wood), die den Absprungwinkel noch etwas höher gestalten ist der Belag unglaublich variabel einsetzbar, sämtliche Spinvariationen im aktiven und passiven Spiel gehen leicht von der Hand, der Belag ist wirklich nicht sehr anspruchsvoll zu spielen und dadurch auch für talentierte Anfänger sehr geeignet .

In den verschiednen Schwammstärken ist er für ein Def+ bis Off+ Spiel geeignet und auch sehr beliebt, für den variablen modernen Allrounder (All+ bis Off-), wie es Waldner und Samsonov darstellen, die noch ein sehr variables und aktiv und passiv Spiel aufziehen, gehört er auch heute noch, im Vergleich zu den neueren Belagentwicklungen, zu den best möglichen Belägen die man sich wählen kann.

Zusammen mit den Sriver ist der Mark V sicher der bekannteste und am meisten gespielte Belag, in den letzen Jahrzehnten, hier in Europa.
Beide Beläge zeichnen sich heutzutage dadurch aus, keine besonderen Schwächen zu haben.
Die Absolute Stärke des Belages ist jedoch der Powerspin, den kaum ein anderer Japanischer Belag vereint Tempo und Spin so gut wie der Mark V.

Im Vergleich zueinander ist der Mark V durch den härteren Schwamm natürlich deutlich schneller und insgesamt etwas aggressiver/offensiver ausgerichtet, gerade Schläge wie Schuss, Konter, Block und natürlich Techniken über den Tisch, wie Flip und das Kurz Kurz sind noch leichter und effektiver zu spielen.

Im Schuss, Konter und aktiven Block Spiel würde ich jedoch sagen das es bessere Beläge gibt, wie z.B. den Bryce, oder einen Mendo MP, sie besitzen einfach etwas kürzere Innennoppen und sind geklebt noch dynamischer, dies erhöht hier einfach die Sicherheit und die Qualität der Schläge.

Was den Spin betrifft, ist der Mark V durch sein spezielles Obergummi exzellent ausgestattet und entwickelt bei allen Schläge enormen Spin, gerade beim Aufschlag und Schupf, wo der Schwamm nicht so mitspielt, ist der Mark V wahnsinnig gefährlich.

Der Sriver ist jedoch aufgrund seines weicheren Schwammes etwas gefühlvoller und kontrollierter und weist einen deutlich höheren Absprungwinkel auf, welches gerade den Eröffnungstopspin auf Unterschnitt und den Rotationstopspin einfacher macht zu spielen, auch wenn ich hier nicht das Gefühl habe, das der Sriver hier mehr Spin erzeugt.
Mit Zitat antworten