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Alt 09.11.2006, 21:48
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Drizzt Drizzt ist offline
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Cool AW: Noppenbehandlung & Co.

Zitat:
Zitat von TT Spieler Beitrag anzeigen
Also höre ich hier raus:

Es gibt Spieler, die ihre Noppen nachbehandeln - sei es aus kostengründen - oder aber um sich einen Vorteil zu verschaffen!

Dieser Vorteil wäre wohl keiner, wenn (und so hört es sich von den Noppenspielern hier an) eh alle GLN oder LN etc. fast identische Eigenschaften haben, und vom Rückschläger immer identisch retourniert werden können. D.h. alle GLN-Bälle z.B. kommen auf meiner Seite so an, daß ich sie alle gleich retournieren kann.

Warum werden dann Noppen nachbehandelt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, den es dann ja eigentlich gar nicht gibt?
Noppenaussenbeläge, egal ob griffig oder nichtgriffig, unterscheiden sich genauso voneinander wie "normale" Noppeninnenbeläge auch, nämlich durch Tempo und Griffigkeit. Bei glatten Noppen würde man vermutlich eher sagen Tempo und Grad der "Ungriffigkeit".
Aus dieser Kombination ergeben sich für den Benutzer Vor- und Nachteile, sowohl bei griffigen wie auch bei nichtgriffigen Belägen.
Je griffiger ein Belag ist, desto mehr Schnitt bzw. Spin kann man damit erzeugen, desto anfälliger wird man aber auch für den Schnitt den der Gegner erzeugt.
Je glatter ein Belag ist, desto größer ist die Schnitterhaltung, aber desto kleiner ist die Möglichkeit des Benutzers selbst Schnitt zu erzeugen.
Der Vorteil einer Glattnoppe besteht in der großen Schnittunempfindlichkeit, und der Möglichkeit einen Angriffsschlag eines Spielers mit einem Ball zu beantworten, den dieser nicht mehr angreifen kann, sondern eher passiv zurück spielen muss, worauf der Glattnoppenspieler selbst angreifen kann.
Die Möglichkeit zu diesem "Störball" hängt aber sehr stark von dem anderen Spieler ab, da der Glattnoppenspieler ja selbst keinen Schnitt erzeugen kann, und somit auf den Schnitt angewiesen ist, den der andere Spieler ihm bietet.

Mit dem Selbstbehandeln kann man meiner Meinung nach im besten Fall einen Belag erzeugen, den es so noch nicht gibt, sprich der keiner der normal zu erwerbenden Kombinationen von Tempo und Glätte entspricht. Ob das ein Vorteil ist, sei jetzt mal dahin gestellt.
Ganz sicher ein Vorteil ist aber der Preis. Eine normale glatte Noppe, wie man sie im Shop kaufen kann, kostet ungefähr zwischen 30 und 50 Euro.
Eine griffige Chinanoppe kostet ca 10 Euro. Diese dann selbst zu glätten, ist natürlich billiger als eine Normale zu kaufen.
Nichts desto Trotz ist das "Selbstbehandeln" verboten, weil laut der Regeln ein Belag in seinen grundlegenden Eigenschaften nicht verändert werden darf.
Sprich: Man darf aus einer griffigen Noppe keine glatte machen.
Was mir dabei noch immer nicht so wirklich einleuchtet ist, warum das Frischkleben in diesem Zusammenhang (den gesundheitlichen Aspekt mal aussen vor gelassen) noch erlaubt ist.
Aber gut...so sieht es im Moment halt aus.
Ich hoffe etwas geholfen zu haben.

Edit: Den Sportkameraden Helmut Lagger kenne ich nicht, gratuliere ihm aber bis auf Weiteres zu seinem Sieg.

Edit 2: Muss mich grade mal korrigieren. Selbstverständlich ist das "selbst Nachbehandeln" nicht verboten. Niemand hat Irgendwem zu sagen, was er mit seinen Belägen tun oder auch nicht tun soll. Lediglich der Einsatz eines "selbst behandelten" Belages, dessen grundlegende Eigenschaften verändert wurden, ist bei Spielen die im Zusammenhang mit der ITTF und angeschlossener Zusammenschlüsse stehen, verboten.
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Geh mich aus´m Weg oder ich schneid Dir durch.

Geändert von Drizzt (09.11.2006 um 22:20 Uhr)
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