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Pressenachlese - Echo Südhessen
Desiree Czajkowski schafft es ins Finale
Tischtennis: Rang zwei bei den deutschen Jugendmeisterschaften bedeutet für das 14 Jahre alte Talent einen großen Erfolg
Desiree Czajkowski (DJK/BW Münster) hat in ihrem ersten Jugendjahr mit der Vizemeisterschaft im Einzel für die größte Überraschung bei den 55. deutschen Jugendmeisterschaften am Wochenende in Kleinwallstadt gesorgt. Sie machte sich damit knapp 14 Tage vor ihrem 15. Geburtstag (9. Mai) ein vorzeitiges Geschenk. Dabei hing für die Südwestdeutsche Meisterin, die im Vorjahr Neunte war, nach einem 3:0-Erfolg in der ersten Runde gegen Nadine Stengel (TuSpo Fürth) und einem 3:1 gegen Katharina Michajlowa (DJK Germania Holthausen) im dritten Spiel (letzte 16) gegen die Pfälzerin Susanne Solja (TTV Römerberg) alles am seidenen Faden. Mit 2:8 lag die Südhessin im entscheidenden fünften Satz zurück, die intensive Vorbereitung auf dieses höchste nationale Turnier schien umsonst gewesen. Doch Punkt um Punkt holte sie auf, gewann mit 11:9 noch den Satz und damit das Spiel.
Dieser Sieg beflügelte die Südhessin. Im Viertelfinale gewann sie gegen Vorjahressiegerin Meike Rohr vom Bundesligisten TSV Betzingen mit 3:0, im Halbfinale besiegte sie erstmals in ihrer Karriere die Zweite der Jugend-EM, Kristin Silbereisen (SV Winterwerb), mit 3:2. Im Finale gegen die mehrfache Mannschafts- und Doppeleuropameisterin der Schüler und Jugend, Gaby Rohr (TSV Betzingen), verlor sie nach gewonnenem ersten Satz (11:6) etwas unglücklich (5:11, 9:11, 6:11).
Das Talent darf dennoch stolz auf diesen Erfolg sein. Als Gründe dafür nennt sie intensives Training, die technische Entwicklung, verbessertes Aufschlagspiel, ein gutes mentales Gefühl sowie die gute Zusammenarbeit mit den hessischen Verbandstrainern.
Von Bundestrainer Martin Adomeit wurde sie für weitere internationale Aufgaben berücksichtigt (Internationale Deutsche Meisterschaften, Slowenische Meisterschaften, Lehrgang in Frankreich). Im Doppel belegte Desiree Czajkowski mit Partnerin Sabine Monz (TSC Freigericht) Platz fünf. Das Duo verlor gegen die Zwillingsschwestern Gaby und Meike Rohr nach zwei ausgeglichenen ersten Sätzen im letzten Durchgang klar (11:13, 8:11, 2:11).
Clarissa Benz (SV Darmstadt 98) stieß im Einzelwettbewerb nach einem 3:0- und zwei 3:1-Erfolgen bis ins Viertelfinale vor, wo sie gegen Gaby Rohr mit 0:3 verlor. Laut ihrem Betreuer, dem neuen hauptamtlichen hessischen Verbandstrainer Hans-Jürgen Fischer, besaß sie hier sogar eine kleine Siegchance. Im Vorjahr hatte die inzwischen 17 Jahre alte Arheilgerin Rang 33 belegt. Bei den Jungen erspielte sich der 16-jährige Dennis Haberle (SV Darmstadt 98) mit dem neunten Rang (Vorjahr: 33) die beste Platzierung der fünf hessischen Teilnehmer. Er scheiterte im Achtelfinale an seinem Angstgegner, dem späteren Sieger Patrick Baum vom Regionalliga-Meister 1. FSV Mainz 05 mit 0:3 (8:11, 3:11, 8:11). Im Doppel scheiterten alle hessischen Jungen in Runde eins. Die beste hessische Platzierung im Mixed erspielten Czajkowski/Haberle und Alina Heck (SV Darmstadt 98) mit Partner Lennart Wehking (Werder Bremen), die jeweils im Achtelfinale scheiterten
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