Zitat:
Zitat von Pumuckl
Genau das habe ich doch versucht zu erklären. Das System hat eine schwäche bei "zu Null"-Bilanzen. Bei der Berechnung des Erfolgsquotienten werden Siege gegen den 5er mit 3,12 und Siege gegen den 6er mit 2,4 gewichtet. Das heißt, die beiden Faktoren werden mit der entsprechenden Anzahl von Siegen multipliziert, dann beide Ergebnisse addiert und die Summe durch die Anzahl der gespielten Einzel geteilt. Der Quotient muß(!) also runter gehen, sobald man gegen den 6er gespielt hat. Der Quotient ist aber nicht gleich Bilanzwert. In diesen gehen eben noch der Siegesbonus und der Niederlagenmalus ein. Und insbesondere der Niederlagenmalus korrigieren dieses scheinbar unlogische Verhalten (eigentlich ist es mathematisch sogar sehr logisch). Diese greifen aber erst, wenn man Siege oder Niederlagen vorzuweisen hat! Darum nochmal: alle Deine Beispiele zeigen immer das gleiche: Bilanzen zu Null haben keine Aussagekraft! Auch nicht untereinander!
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Siege oder Niederlagen hat ja nun wirklich jeder vorzuweisen...
Aber im Ernst:
Liegt das Problem wirklich in den "zu null"-Bilanzen? Der gleiche Effekt wird doch erreicht, wenn ein Spieler durch Ersatzstellung o.ä. in verschiedenen Paarkreuzen zum Einsatz kommt. Wenn beispielsweise ein Spieler, der normal unten spielt, in der Mitte zum Einsatz kommt und dort punktet. Dies wird seinen Bilanzwert erhöhen. Dann kann es passieren, dass sein Bilanzwert in den nächsten Spielen (wieder unteres PK) sinkt - auch wenn er gewinnt. Das wirkt sich wohl im wesentlichen bei hoch positven Bilanzen aus, natürlich am stärksten bei "zu-null"-Bilanzen. Ich sehe jedoch nicht, dass es darauf beschränkt sein sollte.
Das Hauptproblem liegt m. E. darin, dass hier ein statistisches System benutzt wird. Die Anzahl der Spiele, die in den Bilanzwert eingehen, ist jedoch mitunter zu gering. Es ist wohl kein Zufall, dass bei den meisten Beispielen hier Spieler des hinteren Paarkreuzes genannt werden, da diese oft nur ein Einzel pro Spiel bestreiten.
Auch die Korrektur durch Siegesbonus und Niederlagenmalus fällt gegenüber dem Erfolgsquotienten um so stärker ins Gewicht, je mehr Spiele ein Spieler absolviert hat.
Insgesamt hat diese "Schwäche" des Systems weniger mit "zu null"-Bilanzen als zu kleiner Datenbasis zu tun. Das ist auch bei anderen quotientenbasierten Bilanzsystemen so, nur stört es da keinen (im Rheinland wird zum Beispiel seit ca. 15 Jahren ein ähnliches - jedoch einfacheres - System praktiziert und ich kenne keinen, der sich darüber beschwert).
Ich glaube, dass das größte Problem die Einführung etwas neuem ist, was man nicht gleich versteht und dass diese bei den meisten Leuten erstmal einen Ablehnungsreflex verursacht.
Zitat:
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Zitat von scuzzle
Das was viel hier anscheinend ausblenden ist, dass X:0 und/oder 0:X schon im alten System NICHT vergleichbar waren.
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Entschuldige, aber das halte ich für völligen Quatsch. Wieso denn nicht?
MfG
Thomas Brauner