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Alt 25.11.2006, 14:01
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Heribert Pilch Heribert Pilch ist offline
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Daumen runter AW: Plopp 19/06: HTTV-Präsident für 4er-Teams

So, jetzt will ich als Starter des Threads meine Meinung auch mal äußern.

Sie deckt sich eigentlich komplett mit dem, was der Kollege Jaskula hier geäußert hat:

Zitat:
Zitat von Jaskula Beitrag anzeigen
Mein Gott, hört diese Scheiße denn nie auf.

Kann man uns nicht einfach mal in Ruhe lassen und unserem Sport so nachgehen, wie wir es seit Jahren / Jahrzehnten tun ?

Bei uns im Kreis Bergstraße gibt es in der untersten Klasse Vierermannschaften. Das ist eine gute Sache, um kleinen Vereinen die Teilnahme am Spielbetrieb zu ermöglichen und um Spielern, die in die oberen Teams nicht mehr hineinkommen trotzdem Spielpraxis zu geben.
Mehr aber auch nicht !

Die Stimmung, die bei Sechserteams aufkommen kann, ist von vornherein ausgeschlossen. Beim Einzel hockt ein Spieler jeder Mannschaft alleine auf der Bank. Und so trostlos laufen die Spiele meist auch ab.
Beim Doppel hat man nicht einmal einen Schiri, das ist unprofessionell und zerstört unser Image weiter.

Das Problem mit den vielen Mannschaften sehe ich dagegen als nicht so tragisch an. Wer bislang 7 Herrenmannschaften hatte, wie wir, der hat auch zukünftig nicht mehr, da der rest einfach nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Das sind diejenigen, die bislang ihre Mannschaft nicht im Stich lassen wollten, nun aber nicht mehr so dringend gebraucht werden, oder diejenigen, die durchs Raster fallen und nicht bereit sind eine Mannschaft tiefer zu spielen. Neue Spieler wird man durch Viererteams sicher nicht erreichen können.

Witzig finde ich die Argumente mit dem Sprit. Mitfahrende "Fans" sind demnach grundsätzlich abzulehnen, ist ja unwirtschaftlich. Und war bisher eine Sechsermannschaft mit einem VAN o.ä. unterwegs, so fahren jetzt zwei Viererteams in der Gegend rum.

Die Behauptung, die Spielklassen seien dann stärkemässig homogener wurde wohl ausschließlich kraft der eigenen Nudelsuppe ermittelt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Häufigkeit klarer Siege ist logischerweise bei kleinen Mannschaften höher, weil es viel leichter ist, auf weniger Positionen besser besetzt zu sein als der Gegner, als wenn es um mehr Spieler geht. Und mit zunehmneder Spieldauer ist es auch eher möglich, daß ein Spiel nochmal kippt.

Ebenso falsch ist, daß die Fluktuation von Spielern abnehmen wird, da man nun nicht mehr so viel spielstarke Spieler braucht. Auch hier wird das Gegenteil pasieren, da man viel leichter mit einem oder zwei starken Leuten einen Aufstieg realisieren kann.

Am meisten gespannt bin ich darauf, wie man dann bei der Umstellung eine Klasseneinteilung hinbekommen will. Die zwei übrig gebliebenen Verbandsligaspieler spielen dann zusammen mit den beiden Spitzenspielern der 1.Kreisklasse zusammen, aber in welcher Klasse ?

Ach ja, Nachwuchsarbeit sollte man dann am besten komplett einstellen. Richtig gute Spieler werden dann noch schneller abgeworben, weniger gute kann man selbst nicht gebrauchen, da das Risiko, einen Spieler aufzubauen viel zu groß ist, wenn er in der Vierermannschaft dann doch noch nicht so einschlägt.

Ich werde mir schon mal die Trainingszeiten der anderen Sportarten aus dem Internet ziehen ...

Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass der Einbau von ehem. Jugendspielern bei 4er-Mannschaften schwieriger ist, da die Leistung des einzelnen Spielers bei 4er-Mannschaften ein höheres Gewicht hat( 6er-Mannschaft: Beteiligt an 3 von 16 Spielen, 4er-Bundessystem( 3 von 10 Spielen!). Hier kann das "in das kalte Wasser werfen" eines Nachwuchsspielers die Mannschaft schnell in die Abstiegsgefahr bringen.

Was mich interessiert:

Wie weit ist die Sache eigentlich schon im Hintergrund vorangetrieben worden? Soll die Sache auf dem nächsten Verbandstag/ Beiratssitzung schon durchgewunken werden, ohne dass die Basis auf den Kreistagen die Sache diskutieren konnte und ihren Delegierten Abstimmungsempfehlungen geben konnten?



Heribert Pilch
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