Zitat:
Original geschrieben von noppennorbert
@Holger und Michi:
Was veränderte Familienpolitik als Voraussetzung zur Umkehr des Verhältnisses von Geburts- und Sterberate betrifft bin ich absolut einverstanden.
Allerdings geht es um mehr als nur Erhöhung des Kindergeldes bzw. steuerliche Erleichterungen.
Es geht um eine kinderfreundliche Gesellschaft:
- Wohn-, Lebensumfelder gerade in den Ballungsräumen, in denen Kinder wirklich leben können, sich selbst und ihrem Bewegungsdrang entsprechend.
- Änderung, Ergänzung des Bildungssystems in Richtung flächendeckendem Ganztagsangebot (KiGa und Schule).
Dies i.V.m. Änderung der Schulferiensituation (13 Wochen Schließungszeiten sind in Zeiten, in denen beide Elternteile arbeiten wollen/müssen, nicht mehr zeitgemäß).
-und,und,und
- wichtig noch: potentielle Eltern müssen selbst mit ihrem Leben zufrieden sein, um für geplante Kinder Perspektiven zu sehen.
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Richtig.
Um Holger mal ein wenig beizuspringen: Hier wird wie so oft haarscharf am Kern der Sache vorbeidiskutiert.
Es gibt nicht "die Ausländer" als homogene Gruppe. Was Holger angesprochen hat, artikuliert das meiner Meinung nach teilweise nicht unberechtigte Unbehagen in der GEsamtbevölkerung. Es ist ein großer Unterschied, ob sich ein Ausländer als ausländischer Mitbürger in die Binnengesellschaft integriert und daran teilnimmt oder ob er "Ausländer" im Inland bleibt und damit alle anderen -auch die Angehörigen seiner eigenen Nationalität, die sich integrieren wollen - vor den Kopf stößt.
Ich will hier nicht die Leitkultur-Diskussion aufwärmen. Aber es ist durchaus legitim, deutsche Interessen stärker zu artikulieren. In vielen Ländern wird z.B. die Dauer des Aufenthaltsrechts mit der Dauer eines Arbeitsverhältnisses verknüpft. Verlangte man dies hier bei uns, gäbe es einen Aufstand.
Wohlgemerkt: Das Problem, um das es hier eigentlich geht, sind nicht die Ausländer, die als sog. Gastarbeiter gekommen und geblieben sind und sich im großen und ganzen integriert haben. Das Problem sind diejenigen, die dies nicht wollen oder können. Und hier muss die Frage erlaubt sein, ob man Menschen, die auf Lebzeiten Fremdkörper innerhalb einer Gesellschaft sein und bleiben werden, ad infinitum goldene Brücken bauen muss. Beispiel: Der sog. Kalifat-Staat in Köln. Was war das für ein Gewürge, bis wenigstens mal die bestehenden Gesetze angewendet wurden. Zu viel Toleranz ist auch ein Fehler.
Gruß, Volkmar