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Alt 05.12.2006, 02:05
Nöppchenspieler Nöppchenspieler ist offline
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AW: Dr.Neubauer Inferno + Monster

Ich durfte heute mehrere Nöppchenbeläge testen. Hier mein Bericht:

Kurz vorweg ... ich spiele seit ca.5 - 6 Jahren glatte LN (vorher Feint extra Long und ToniHold Anti). Die letzten Jahre hab ich Piranja, Scalpell, SuperBlock (SB), Swing Back I und letzte Saison wieder SB gespielt.

Mein Problem: leere Bälle krieg ich einfach nicht unter Kontrolle. Zwar hab ich für unsere Kreisliga in Köln ne gute Vorhand, aber nicht die schnellen Beine (sind schon 40 Jahre unterwegs), um mich aus der Rückhand zu befreien, wenn ich da intensiv "angeluscht" werde.

Dazu kommt noch, daß ich dazu neige in die Halbdistanz zu weichen, um von da dann mit dem langen Arm meine Vorhand duch zu ziehen (alte Schule halt). Mir ist klar, daß man so nicht mit glatten LN spielt .... aber was soll ich machen ? In meinem Alter ist es leichter den Belag zu wechseln, als ne neue Technik zu erlernen.

Womit wir beim Thema Beläge wären: getestet wurden direkt hintereinander

1. Superblock ox
2. Inferno ox
3. Monster 0,6
4. Fakir 1,0
5. Frienship 755 Faster 0,8
6. Kokutaku Tulpe 911 1,0

alle Beläge in Rot auf einem allround Carbonholz (Hersteller nicht mehr feststellbar)

gesucht wurde ein Belag, der mir auf leere Bälle mehr Möglichkeiten als der SB gibt und dennoch im "normalen" Spiel genügend stört, um den Gegner zum ablegen zu zwingen (damit ich endlich meine VH ins Spiel bringen kann).

zu. 1 und 2. Hier zeigte sich bereits nach den ersten Schlägen die Ähnlichkeit der Neubauer Beläge. Klar war der Inferno etwas schneller und sprang etwas höher ab. Aber auf leere Bälle sah ich bei beiden alt aus und beide wollten eigentlich direkt am Tisch gespielt werden (leider nicht mein Ding). Ein Umstieg vom SB ox auf den Inferno ox kam daher nicht in Frage (für einen so geringen Unterschied war mir der Inferno einfach zu teuer, selbst wenn er vielleicht etwas variantenreicher einsetzbar zu sein scheint)

zu 3. der Monster mit 0,6 Schwamm war da schon anders. Sofort viel mir die Verwandschaft zu Inferno und SB auf, aber ein Konter/Treibball (kein Druckschupf) auf einen leeren Schupfball ließ sich recht einfach spielen. Das war für mich mit mit SB ox unmöglich und der Versuch beim Inferno ox scheiterte auch kläglich. Die Spinerhaltung/Umkehr war jedoch wesentlich schlechter als bei SB & Inferno, was natürlich auch am Schwamm liegen kann. Ebenso wie die deutlich höhere Geschwindigkeit, die mir aber erstaunlicherweise kaum Probleme bereitete. Irgendwie ein schneller Neubauer mit weniger Schnitt, aber ungekannten Angriffsoptionen (besser als mein alter Scalpell ox).

zu 4. die Hölle !! der Fakir war für mich vom ersten Schlag an unberechenbar. Vielleicht lag es am Schwamm, aber er spielt sich sowas von völlig anders als die Neubauerbeläge. Das hätte ich nach der "Daumenprobe" nicht für möglich gehalten. Der Ball ging hoch und weit über den Tisch. Dann wieder direkt tief ins Netz. Also für mich unspielbar. Schätze die MAcht der Gewohnheit hat hier zugeschlagen.

zu 5. noch schlimmer erwischte es mich dann mit dem Friendship 755 Faster. der war nicht nur schnell und hart, sondern nahm nun auch noch zu allem Überfluss Schnitt an (griffige LN). Da war schon die Angabenannahme die Hölle und danach wurde nur noch Lotterie gespielt. Eine schnelle griffige LN zum Angreifen ja, aber nicht für die Abwehr gemacht.

zu 6. der Kokutaku Tulpe 911 war dann mal eine Wohltat für die geschundene Testerseele. Eine griffige LN die nicht zu griffig ist. Mit der man schön krumm kontern kann. Die sich aus der Halbdistanz leicht spielen läßt. Mit der ich aber leider kaum Unterschnitt in den Ball gebracht hab (was meinen Gegner fast mehr irritiert hat als all die glatten LN vorher). Das war definitiv der Belag für die leeren Bälle. Die konnte man locker mit der Noppe anziehen, um dann krumm nachzukontern. Topspins ließen sich schön einmal am Tisch blocken und dann aus der Halbdistanz "zurückhacken". Problem: Es war mir nicht möglich den Angreifer irgendwann zum Ablegen zu zwingen.

Also hab ich nun den Monster und die Tulpe mit nach Hause genommen und werde in Zukunft mal berichten, wie sich die Beiden so entwickelt haben. Zunächst werd ich es wohl mit dem Monster versuchen, um den Umstieg so klein wie möglich zu halten. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt und vielleicht werden die GLN ja irgendwann doch noch verboten, dann ist es gut eine Alternative "im Keller" zu haben.
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