Zitat:
Zitat von jowal
Wenn allerdings der Netzroller nicht entscheidend für den Ausgang des Ballwechsels war und obendrein noch für die Gallerie gespielt wurde, finde ich diese "guten Sitten" im TT schon ziemlich albern.
Nicht-TT-Spielern, die sich mal in die Halle verirren, ist es nicht plausibel zu machen, dass man nach einem tollen Ballwechsel nicht klatschen darf, nur weil der Ball irgendwann einmal das Netz berührt hat. Wir beklagen, dass unser Sport nicht ausreichend Beachtung in der Öffentlichkeit findet, vergraulen aber jeden Nicht-Insider mit solch übertriebenem Anspruch an sportlicher Fairness.
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Hervorragender Beitrag. Genau das stört mich. Es gibt Spieler, die schauen einen an oder geben Sprüche ab, als wollten sie einen töten, nur weil man aus Versehen geklatscht hat, da man einen Pfuscher im Verlaufe des Ballwechsels nicht gesehen hat. Um es klar zu stellen: sehe ich einen Kantenball oder Netzroller, dann klatsche ich nach dem Ballwechsel nicht. Ist für mich auch okay, weil es wohl diesen mehr oder weniger anerkannten Codex unter TT-Spielern gibt. Meine Frau (Tennis-Spielerin) kann das allerdings gar nicht verstehen. Immer wenn sie bei unseren Punktspielen zuschaut und es gibt einen tollen Ballwechsel, in dem derjenige, der den Punkt macht, einen Glücksball mitten im Ballwechsel hatte, dann würde sie gerne klatschen. Ich sage ihr dann immer: "Das kann man nicht machen, der Gegner könnte das als unsportlich empfinden." Ich denke, diese Rücksichtnahme ist schon maßlos übertrieben.
Letzte Woche habe ich das gleiche erlebt, wie jowal beschrieben hat. Unser Mann gewinnt sein Spiel relativ locker, macht den letzten Punkt aber mit einem tödlichen Kantenball. Erstmal 3 Sekunden unangenehme Stille und dann leises, verhaltenes klatschen.
Nicht, daß ich falsch verstanden werde. Ich bin gegen das Beklatschen von tödlichen Pfuschern. Ich finde auch, man kann als Spieler die Hand heben, wenn man einen Glücksball gespielt hat (bei mir weiß ich, daß mir die Präzision fehlt, um den Ball bewußt an Tisch- oder Netzkante zu spielen; also ist es reines Glück und nicht der verdiente Lohn harten Trainings. Insofern zieht bei mir das Chinesen-Argument nicht!

). Aber einige Spieler übertreiben nun wirklich und das macht den TT-Sport schon manchmal etwas anstrengend in einer Art und Weise, die nicht sein muß.