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Alt 13.12.2006, 17:06
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Eiszaepfle Eiszaepfle ist offline
DerMitDerNoppeTanzt
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Eiszaepfle ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Favourite Beer oder Lieblings Bier

Tjoa...ich als uFranke setze natürlich vollkommen auf fränkisches Bier und da zählen die "Brauerei Haberstumpf" "Spessart Specht" "Martinsbräu" und "Lohrer Bier" (ehemals Brauerei Stumpf, aktuell zu "Würzburger Hofbräu" zugehörig) eindeutig zu meinen Favoriten, einschließlich der Weissbiermarke "Keiler" (Lohrer Bier). Allerdings hat sich seit vergesselschaftlichung der ehemaligen Privatbrauerei Stumpf die Qualität auch verringert...leider^^

Gute Konsummarken sind imo auch "Herzog von Franken", "Rothaus" (Tannenzaepfle, Eiszaepfle) und "Budweiser" von "Anheuser Busch". Ja, ihr lest richtig...allerdings sind nicht die europäischen Varianten, sondern vielmehr die Importversionen zu empfehlen...schwer zu bekommen im Inland, dafür von guter geschmacklicher Qualität! Und ich bin auch deswegen davon so überzeugt, da ich selbst in St. Louis die Brauerei besichtigen konnte und neja, im gewissen Sinne ist es ja auch eine deutsche Brauerei... . Allerdings geht nichts über handwerklich und mit echtem fränkischen Hopfen (leider wird heutzutage viel zu heufig getrocknetes Hopfen Pulver verwendet) hergestellstes Bier und einer schönen Braustube im Spessart (Das Wirtshaus zum Spessart *grins* )
Eine weitere Empfehlung stellt das badensische Bier der Privatbrauerei Reitter dar.

Zitat:
Zitat von Rieslingrübe Beitrag anzeigen
Mainstreamgeschmack stellt in der Tat in vielen Bereichen des Lebens eine schwerwiegende Belastung für alle Suchende dar. - Ohne regionale Begrenzung sind davon so ziemlich alle Sparten betroffen: Kunst, Film- und Theater, Musik, Literatur oder eben auch die Genussmittelbranche.

Restsüsse Weine - Spät-, Aus- und Beerenauslesen, vor allem von Mosel, Saar u. Ruwer - standen und stehen in den Kellern vieler Kenner und Geniesser schont seit jeher hoch im Kurs: Erzeugnisse von J.J. Prüm, Fritz Haag, Egon Müller Scharzhof, Maximin Grünhäuser etc. schlummern dort oft einträchtig neben der Rotweinelite aus Burgund, Bordeaux oder Piemont.

Was Reifepotential und Haltbarkeit angeht, stellen nicht durchgegorene Rieslinge im Auslesebereich aufwärts von solch int. Spitzenerzeugern aus grossen Jahrgängen so ziemlich alles in den Schatten: Toplagerung vorausgesetzt, werden einige erst nach über 20 Jahren zugänglich, erreichen ihren Höhepunkt in 30, 40 oder 50 Jahren - und halten diesen über einige weitere Dekaden.

Interessant dabei ist, dass die hier in den ersten Jahren im Vordergrund stehende aufdringliche Süsse, Fruchtigkeit u. knackige Säure im Laufe der Zeit immer mehr in den Hintergrund treten - und einem wesentlich komplexeren Geschmackserlebnis weichen, das in ausgereiften Zustand oft gar nicht mehr als ´süss´ empfunden wird.

Wir sprechen hier aber wie gesagt keinesfalls vom Massengeschmack: wer füllt schon gerne seinen Weinkeller für die Enkel auf - oder kann es sich leisten, ständig auf Raritäten-Auktionen in aller Welt das Scheckbuch zu zücken...?

Auch aus diesem Grunde werden bestimmte Erzeugnisse immer einem kleinen, überschaubaren Zirkel vorbehalten bleiben. - Anders jedoch beim Bier: im Gegensatz zu alten Weinen, Whiskys oder Cognacs, sind hier alle Spitzenprodukte - selbst in Kleinstauflage - zum Glück für (fast) jedermann erschwinglich. In meinen Augen ein guter Grund, Zeit und einige Mühen zu investieren, um sich hier weiter zu entwickeln...


Gruß

Marc
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"Es ist solange nicht wahr, bis es dich zum Lachen bringt. Aber du verstehst es nicht, bis es dich zum Weinen bringt."
(Illuminatus!)

Geändert von Eiszaepfle (13.12.2006 um 22:57 Uhr)
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