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Alt 15.12.2006, 17:57
Treas Treas ist offline
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hallo alle zusammen,

die gründe für den mitgliederschwund sind natürlich sehr vielschichtig.
zum einen muss man natürlich schwindende geburtenraten sehen. dage
egen können wir als tischtennisspieler nur in unserem eigenen persönlichen rahmen etwas unternehmen

zweitens hat tischtennis schon immer das problem, dass es gegenüber anderen sportarten als langweilig, langsam und im besten sinne "uncool" angesehen wird.
die wenigen kinder, die noch da sind, spielen halt lieber fussball.
da muss sich einiges an der aussenwirkung unseres sports ändern. unglaublich unprofessionelles medienverhalten seitens der verantwortlichen, das bild des bier trinkenden opis an der platte und überhaupt das sehr spiessig wirkende auftreten unseres sportes machen es nicht gerade für kinder attraktiv.

zusätzlich machen uns die neuen medien stark zu schaffen. generell (in fast allen sportarten) ist es heutzutage so, dass die kinder lieber am rechner sitzen anstatt sport zu treiben. auch daran ist nicht zu rütteln. dagegen unternehmen kann man nur etwas im rahmen eines gesamtgesellschaftlichen umschwungs in erziehungsidealen.

die viel beredeten regeländerungen haben so gut wie keinen einfluss auf die mitgliederzahlen. weder positiv noch negativ. da diese so gut wie gar nicht in der bevölkerung bekannt sind, KÖNNEN sie auch einfach keinerlei veränderungen bewirken.

zur schnelligkeit des spiels, und wie es beim zuschauer ankommt, kann ich nichts sagen. ich könnte mir schon vorstellen, dass ein hochklassiges tischtennisspiel nicht unbedingt interessant wirkt. das problem ist nur: um es interessant machen zu können (weniger geschwindigkeit und spin) müssen wir dem spiel seine seele nehmen. und ein tischtennis, dass ohne spin und geschwindigkeit auskommt, möchte ich nicht spielen und ist NOCH WENIGER interessant für kinder. dann sind vielleicht programmchefs und abwehrspieler zufrieden, doch verliert der tischtennisssport einen grossen teil seiner mitgliederzahlen.
das resultat wäre also (und das nur im besten fall): mehr zuschauer, aber noch weniger nachwuchs.

das argument des guten trainings = viele kinder, stimmt schon. nur sind in den meisten vereinen keinerlei gute trainingsbedingungen geboten: es fehlt schlicht und einfach an geld, couragierten mitgliedern und interesse seitens der vereinsverantwortlichen. am ende hängt doch eh alles am geld.

man sieht: das ist alles nicht so einfach und muss im zusammenhang gesehen werden. es ist schade, dass sämtliche diskussionen immer hier nur aus einigen wenigen blickwinkeln geführt werden, und jeder auf seinem standpunkt beharrt.

ein kleiner tipp: anstatt ewig zu spekulieren sollte man die probleme des sports an sich ein wenig wissenschaftlicher angehen. jedes jahr schreiben tausende sport -, medien - und erziehungswissenschaftler diplom - und doktorarbeiten, die sich genau mit solchen themen beschäftigen können. vielleicht sollte man mal seitens des dttb den einen oder anderen diplomanden oder doktoranden anstellen, damit er der sache mal jenseits von interessen, eingeschränkten sichtfeldern und spekulationen auf den grund geht.

entschuldigt bitte eventuelle tippfehler. diese tastatur ist totaler schrott.
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