Zitat:
Zitat von Rudi Endres
Richtig! Wie kommen wir aus dem Teufelskreis heraus?
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Was den Spitzensport angeht wohl nur durch einen überragenden sportlichen Erfolg. WM oder Olympia Einzeltitel oder über eine Umgestaltung der Bundesliga-spiele zum Familiennachmittag a la der amerik. Baseball-Liga. Mit sportlichen Reformen kann man wohl keine neues Publikum begeistern sondern max. das bestehen vor dem Abwandern abhalten.
Was den Breitensport angeht, da muß man frühzeitig Jugendliche in die Aufgaben des Vereins einbinden. Nach meiner Erfahrung sind die tragenden Stützen in den den meisten Vereinen im Moment schon in den 50ern angelangt. Sobald diese Macher sich zurückziehen kommt ein großes Vakuum und die Existenz des Vereins oder zumindestens der Jugendarbeit steht auf dem Spiel.
Danach muß man versuchen Schulen mit einzubinden. Wer Lehrer der örtlichen Schulen zu seinen Mitgliedern zählt ist klar im Vorteil. Wenn nicht muß man versuchen anderweitig mit den Schulen in Kontakt zu kommen.
Wenn man dann mal eine Horde von Jugendlichen hat, dann braucht man genügend Trainer / Betreuer. Man muß also Leute finden die bereit sind einen Teil ihrer Freizeit zu opfern. Es ist immer schön wenn jemand mal als Notnagel einspringt, aber ein gesundern Verein braucht Leuten die langfristig ehrenamtlich aktiv sind. Auch da sollte man frühzeitig die Junged mit einbeziehen. Es werden viele davon später abspringen ( Ausbildung, Uni, Beruf, Familienleben, ....) aber die Chancen, daß jemand bei der Stange bleibt steigt mit der Anzahl.
Allen Mitglieder des Vereins sollte klargemacht werden, daß man dann langfristig bestehen kann, wenn man eine funktionierende Jugendarbeit macht. Den Betreuern muß klargemacht werden, daß nicht nur die großen Talente wichtig sind (die evtl. doch später den Verein verlassen weil woanders höher gespielt wird), sondern daß es um jeden einzelnen geht. Ich habe es schon oft gesehen, daß gerade Spieler die nicht zu den besten des Vereins gehören sehr viel mehr Bereitschaft für die Jugendarbeit mitbringen. Das sollte man immer vor Augen haben, wenn ein Jugendlicher eben nicht so schelle Fortschritte macht.
Wenn ich mir das so ansehe, dann denke ich der Aufschwung muß von der Basis kommen. Der Leistungsport hat weniger Möglichkeiten dazu.