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AW: Mitgliederentwicklung
Naja im Tennis gibt es lang Ballwechsel. Hilft auch nicht so viel.
Wenn man will dass es lange Ballwechsel gibt und der Sport für "Laien" verständlicher machen will, muss man die Menge an Rotation auch reduzieren. Dies sind nämlich die "einfachen" Fehler, die der Laie überhaupt nicht versteht und die die Ballwechsel oft extrem verkürzen.
Sorry aber das ist nicht die Art Tischtennis die ich will. Der Schnitt bzw. Schnittwechsel ist, neben der Schnelligkeit, mit das Interessanteste an unserem Sport.
Ich denke Regeländerungen haben wir in den letzten Jahren genug gehabt. Diese haben da recht wenig bewirkt.
Ich bin der Meinung von Telefonmann, dass an der Basis etwas geändert werden muss. Die Arbeit an der Basis muss besser entlohnt werden. Im Prinzip sind viele Jugendleiter und Trainer doch Sozialarbeiter. Ohne die Jugendangebote der Sportvereine (egal welche Sportart) sähe es doch noch viel schlimmer in unserer Gesellschaft aus und die Kinder stünden noch mehr auf der Straße. Aber die Vereine zahlen bei diesen Jugendangeboten oft drauf und was die einzelnen Personen an Zeit opfern will ich mal gar nicht aufrechnen.
Im Fussball wird meiner Kenntnis nach für jeden Jugendtrainer schon Geld gezahlt. Klar kann man nicht vergleichen, aber das ich dort eher Leute finde die etwas machen ist klar. Nicht dass die da Geld rausziehen können, aber zumindest zahlen diese Trainer nicht drauf.
Eine Reform der Trainerausbildung ist meiner Meinung zwingend erforderlich, da hat albatross ja schon geschrieben warum.
Die Förderung durch den Verband nach Anzahl der betreuten bzw. trainierten Jugendmannschaften (und unabhängig vom Verein) ist eine sehr gute Idee.
Die Kooperation Schule / Verein könnte durch die Ganztagesschulen noch wichtiger werden. Dies ist allerdings in ländlichen Gegenden schwieriger, weil wer soll denn die Betreuung nachmittags übernehmen?
Die Aussage mit den Profivereinen ist nicht von der Hand zu weisen. Ich glaube jedoch nicht, daß hier etwas geändert werden kann, wenn die Vereine nicht selber sehen, daß man auch mit eigenem Nachwuchs etwas erreichen könnte. Hierfür habe ich allerdings kaum Hoffnung.
Im übrigen wir reden hier gerade von Jugendgewinnung. Das Thema heißt Mitgliederentwicklung. Das ist nicht unbedingt das gleiche, sondern die Jugendgewinnung wird sich erst in Zukunft entscheidend auswirken.
Gibt es vielleicht auch noch weitere Gründe für den Mitgliederrückgang?
Muss übrigens auch nochmal sagen. Man muss gar nicht soviel anbieten, daß die Kinder in die Halle strömen. Es reicht wenn man Ihnen die Platte zur Verfügung stellt und dann ab und an mit ihnen spielt bzw. ihnen etwas sagt. Wenn man ihnen dann noch die Möglichkeit gibt Turniere oder Punktspiele zu spielen. So wird man zwar nicht unbedingt erfolgreich, aber die Kinder kommen allein dann schon in die Halle, solange man nicht jedes Spiel nur Abschuss kriegt.
Ciao Chris
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Arroganz ist der Anfang der Niederlagen. Selbstbewußtsein jedoch der Anfang des Sieges. Wo ist die Grenze???
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