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AW: Mitgliederentwicklung
Vielleicht solltet ihr alle mal bedenken, dass Tischtennis nicht gerade der "Vorzeige-Mannschaftswettbewerb" ist. Ein Einzeltitel ist nicht viel wert, da hat man fast das Gefühl seinerzeit bei Speedy und Rossi hat die Öffentlichkeit den Doppeltitel mehr gewürdigt als das bei einem vergleichbaren Einzelerfolg gewesen wäre. Warum ist das so ? Weil die Leute da draußen die Underdogs siegen sehn wollen. Mehr als Doppel kann man aber nicht gleichzeitig Tischtennis spielen und da liegt das Problem. Ich seh mir auch lieber ne Hockey-WM an, weil das eine "richtige" Mannschaftssportart ist. Selbst beim Tennis-Daviscup, einer Veranstaltung, die jahrelang protegiert wurde, kommt mittlerweile keiner mehr auf die Idee, es handele sich um einen "Mannschaftswettbewerb im eigentlichen Sinne". Dieser Nachteil macht uns zu schaffen. Es bleibt uns wohl nur die Aussenseiterrolle der Sportarten, also sollten wir mit dieser Gewissheit das Beste draus machen. Für mich bedeutet das: sammelt Geld und gebt es den Jugendleitern, den Studenten und Rentnern, damit sie Kinder betreuen. Das ist die eigentliche Aufgabe. Dass die Spitzensportler und Funktionäre Vorbildfunktionen haben, versteht sich für mich von selbst, aber dass sie das Rad neu erfinden durch ihre Auftritte in der Öffentlichkeit, tut mir leid, das kann ich mir nicht vorstellen. Von ihnen geht eine Wirksamkeit auf den Zuschauer nur dann aus, wenn sie negative Schlagzeilen machen, jedoch bewirken sie bei Erfolgen keinen Massenansturm auf unsere Sporthallen.
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