Hi!
Ich möchte hier mal eine Diskussion über moderne Trainingswissenschaft beginnen die sich in einem anderen Thread zwischen mir und "David Hasselhoff" (sorry Michael Knight

) entwickelt hat.
Es geht im Prinzip darum, wie man Techniktraining auffasst und was sich ggf. ändern sollte an den "alten" methodischen Prinzipien um neue Erkenntnisse in die Trainingspraxis zu überführen.
Ich "oute" mich hier als Anhänger eines methodischen Vorgehens gemäß Technikerwerbstraining, Technikanwendungstraining und technisches Ergänzungstraining (Definition nach Martin, Carl, Lehnerz).
Zitat:
Zitat von Michael Knight
Mitnichten. Man lernt eben nicht erst den diagonalen Topspin indem man 100 mal auf Block zieht, dann 100 mal parallel auf Block, dann das selbe aus der Rückhandecke und dann das ganze von vorne auf Unterschnitt etc. pp. Wie Yokai ja selbst bemerkt hat kann ein Anfänger das gar nicht, weil die natürlich Streuung zu groß ist. Und auch bei guten Spielern ist jeder Ball anders (und sei nur die Muskulatur vom voherigen Schlag etwas ermüdet, so das andere Muskelfasern rekrutiert werden müssen). Insofern ist das Trainieren eines Ideals schlichtweg nicht möglich, weil es keins geben kann.
Die ganze Diskussion ist auch als "motor-action-controversy" bekannt, wer sich da also informieren will, da gibts massig Literatur zu. Und meinem Eindruck nach ist das Thema auch durch, wenngleich es naturgemäß immer etwas dauert, bis sowas den Schulsport o.ä. erreicht.
"Automatisierte Bewegung" ist übrigens auch ein großes Reizwort in der Trainingswissenschaft genauso wie "mentale Repräsentationen", "Gedächtnisengramme" etc. Man sollte sich endlich davon frei machen, den Menschen als Computer aufzufassen und als eine seriell arbeitende Informationsverarbeitungsmaschine zu begreifen.
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Zu diesem Beitrag nur die Anmerkung, dass ich in der Praxis niemals nur Einzelsituationen "automatisiere". Selbst beim "Einspielen" stelle ich öfters neue Aufgaben (unterschiedliche Distanzen, Platzierungen, mit Beinarbeit, ggf, mit Hindernissen im Bewegungsraum usw).