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AW: modernes Techniktraining??? Vorsicht: Trainingswissenschaft!!!
Was das trainieren eines "Ideals" betrifft, dann würde ich fast sagen, dass dies zumindest beim Schattentraining annähernd möglich ist. Hier sind störende Einflüsse quasi fast vollständig ausgeblendet.
Danach Vorübungen bei denen der Spieler sich selbst den Ball "zuspielt" (oder wirft usw). Später einzelne Bälle am Balleimer. Dann aus der Grundstellung einzelne Bälle (integration von Beinarbeit) usw. bis man wettkampfnah ist.
Dabei würde ich auf jeden Fall auch das Unwort "automatisieren" verwenden.
Wenn ein Anfänger beispielsweise eine Schleifenbewegung beim Topspin macht (damit meine ich, dass die Ausholbewegung für den nächsten Schlag quasi in den vorangegangenen integriert ist), dann versuche ich das in diesem Fall zu unterbinden (Ausholbewegung ist wie die Schlagbewegung, also gleiche Ebene usw). Dies begründe ich damit, dass sich die Bewegung damit schneller "stabilisieren" kann weil man die Bewegung quasi zweimal pro Schlag (einmal beim Schlag, einmal beim Ausholen). Dies beruht aber auf der Annahme, dass man der Modellvorstellung mit den Gedächtnisengrammen folgt (also abgespeicherte Bewegungsmuster im Gehirn).
Eventuell hat sich da ja schon etwas geändert. In der Praxis wird niemand mehr 100 Schläge Topspin diagonal auf Block trainieren. Und für ein "Ideal" spricht zumindest, das es notwendig ist um jede Form der Fehlerkorrektur zu ermöglichen. Jede Fehlerkorrektur geht von einem "Soll/Ist-Vergleich" aus!
Geändert von Cheftrainer (19.12.2006 um 12:17 Uhr)
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