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AW: modernes Techniktraining??? Vorsicht: Trainingswissenschaft!!!
Naja, gewisse Aspekte werden auch bereits heute in der Trainingsslehre berücksichtigt.
Ich verwende öfters die induktive Methode, d.h. ich gebe eine Bewegungsaufgabe und versuche dem Spieler möglichst viele Freiheitsgrade zu lassen, die Aufgabe zu lösen.
Danach probiert man verschiedene Alternativen. Hier gehe ich wieder nach dem "alten" Modell vor und versuche letztlich den Spieler selbst die Erkenntnis zu ermöglichen, dass bestimmte Techniken hier günstig sind.
Was spezielles Beinarbeitstraining betrifft stelle ich manchmal unsinnige Bewegungsaufgaben. Beispielsweise tiefe RH in tiefe VH und dabei um die eigene Achse drehen. Teilweise aber auch einfach nur sinnvolle Alternativen wie beispielsweise Ausprobieren aller möglichen Beinarbeitstechniken um die gleiche Aufgabe auf möglichst viele Wege zu lösen.
Im Prinzip habe ich das mal bei einem chinesischen A/B-Kader-Trainer "gerlernt", der ein Beinarbeitsmodul (war Bestandteil sowohl einer Diplomtrainer Ausbildung als auch eines A-Trainer Workshops) geleitet hat. Ihm ging es darum zu verdeutlichen, dass man in China auch sehr oft sehr "ungewöhnliche" bzw. auch auf den ersten Blick sinnfreie Bewegungskombinationen lehrt um dem Spieler eine extrem umfangreiche Bewegungserfahrung zu verschaffen.
Aus diesem Grund scheint auch China sich von den "Ostblock"-Methoden (teilweise) gelöst zu haben, denn in dem Bereich sind sie fortschrittlicher als die meisten Leistungskader in Deutschland.
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