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Alt 24.12.2006, 01:11
Tony_Iommi Tony_Iommi ist offline
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Tackiness C II

Hallo zusammen,

wie versprochen, hier nun meine Testeindruecke bzgl. des Tackiness II.:

Tackiness C II, 1.9mm, schwarz
Spielstaerke: USA Rating 2150 (Landes – Verbandsliga)
Spielsystem: Moderne Abwehr, mit 90 % Offensivanteil auf der VH.

Damit man meine Testeindruecke richtig einordnen kann, hier nun ein bisschen Hintergrundgeschichte. Ich habe bis vor kurzem folgendes Material gespielt:

Holz: BTY Matsushita Pro
VH: Tackifire C, 1.7 mm und Tackiness C in 1.5 mm, immer frischgeklebt
RH: Feint Long III in 0.5 mm und Feint Long II KAWA in 0.5 mm

Nach vielen Jahren des Frischklebens und wissend, dass es in absehbarer Zeit verboten sein wird (was hier in den USA natuerlich keinen Menschen interessiert), wollte ich mir auf der VH nach einer anderen Alternative umsehen. Und amit ging dann auch eine vierwoechige Testphase los, in der ich einiges an anderen Materialen ausprobiert hatte. Ich habe dann einige Varianten des den andro Plasma (380 und 430) ausprobiert – auf einigen verschiedenen Hoelzern, das o. g. miteingeschlossen. Der Plasma ist ein Klassebelag. Ich war aeusserst positiv ueberrascht. Allerdings gab es eben Situationen, in denen der Plasma fuer meinen Spielstil einfach ungeeignet war. Allerdings, wie gesagt, das hatte nichts mit dem Belag zu tun, sondern vielmehr mit meiner mangelnden Bereitschaft, meine Technik anzupassen (ich werde bei Gelegenheit auch einen Testbericht zum Plasma schreiben).

Letztendlich habe ich mich dann vor einigen Wochen zu folgender Materialkombination entschieden:

Holz: Joola Cheng Weixing
VH: Tackiness C II in 1.9 mm, erst nicht-frischgeklebt, dann wieder frischgeklebt
RH: Feint Long II KAWA in 0.5 mm

Also muss man sich beim folgenden Testbericht auch immer wieder vor Augen halten, dass sich die beiden zum Einsatz gekommenen Hoelzer auch mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden. Generell kann man sagen, dass das Weixing langsamer und kontrollierter ist.

Okay, hier nun meine Eindruecke. Der Belag erinnert beim Auspacken - rein optisch - an seinen Vorgaenger. Ich habe ihn mit normalem Kleber aufgeklebt. Dann habe ich einen Ball aus ca. 30 Zentimetern auf den Schlaeger fallen lassen – der Ball ist genau einmal abgesprungen und dann tot liegen geblieben. Auweia, das war nicht was ich erwartet hatte. Dann habe ich den Vorgang wiederholt, allerdings habe ich ein Blatt Papier auf den Belag gelegt. Und dann sprang der Ball munter einige Male auf und ab.

Konter: In typischer Tackiness-Manier, ist der Belag natuerlich super kontrolliert zu spielen. Ein bisschen langsam fuer meine Begriffe, aber eben sehr sicher.

Schuss: Hier unterscheidet sich nun der T II doch sehr vom Vorgaenger. Er spuerbar mehr Katapult. Doch die hohe Kontrolle sind Schuesse einfach und sicher zu spielen, aber insgesamt natuerlich deutlsich langsamer als mit anderen Belaegen (Tackifire, Plasam).

Topspin: Generell ist der Belag extrem „spinny“. Deshalb sind alle Topspin-Varianten brutal spin-geladen. Insbesondere langsame bis mittelschnelle Eroeffnungen sind fuer den Gegner nicht einfach zu returnieren und immer wieder fuer Punkte gut. Bei schnellen Topspins ist der Belag – wie schon oben erwaehnt – zwar schneller als sein Vorgaenger, aber halt eben doch ein typischer Tackiness. Also Wunder darf man im puncto Speed nicht erwarten. Allerdings ist der Spin eben so enorm, dass auch diese Schlaege gefaehrlich ausgefuehrt werden koennen.

Schupf: Brutal!! Maximaler Schnitt. Ich habe mit keinem anderen Belag - auch in „Notsituationen“ - die Moeglichkeiten gehabt dem Ball noch so viel Schnitt mitzugeben, dass es fuer den Gegner gefaehrlich wurde. Typische Situation: Ich spiele aus der langen Abwehr heraus einen Gegentopspin, der vom Gegner kurz zurueckgeblockt wird. Zum Nachziehen ist meine Position zu schlecht, sodass mir nur noch ein Schupfball uebrig bleibt. Die Dinger sind richtig fies und wenn man mal den Dreh raus hat, kann man dem Ball Unterschnitt der Marke „unziehbar“ abgeben.

Unterschnittabwehr: Spiele ich eigentlich kaum noch. Allerdings trainiere ich es noch nach wie vor. Maximaler Schnitt und klasse Kontrolle.

Haltbarkeit: Kann ich nocht nicht viel dazu sagen. Ich habe den Belag erst zwei Wochen lang gespielt. Bisher ist noch alles in Ordnung.

Fazit: Ich haette mir von dem Belag eigentlich noch etwas mehr Lebendigkeit erwartet. Er ist in manchen Situationen fuer einen SEHR offensiv abwehrenden Spieler, ein bisschen zu behaebig. Deshalb habe ich ihn dann doch frischgeklebt um ihm ein wenig aufzupeppen. Das Resultat war auesserst zufriedenstellend. Ich werde jetzt noch den Tackifire Soft in 2.1 ungeklebt (denn da will ich ja hin!!!) testen. Sollte das nicht hinauen, habe ich mit dem T II eine super Alternative.
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