Zitat:
Zitat von Fozzi
Deinen Einwand verstehe ich nicht so ganz - selbst das Studium ist keine Garantie dafür, nicht irgendwann einmal Arbeiten zu müssen. Wenn Du zB Architektur, BWL oder Zahnmedizin studieren willst, ist es doch sicher nicht schädlich, wenn Du vorher in den entsprechenden Bereich geschnuppert hast, oder?
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Ich denke die Beiträge zwischendurch zeigen recht gut auf, was mein Einwand aussagen sollte. Ein zweiwöchiges Praktikum in der Schulzeit dient doch vermehrt dazu, während der zwei Wochen den Betrieben eine kostenlose Kopierhilfe zu liefern. Was ich aber vor allem meine, ist folgendes:
Welches Interesse habe ich, der ich nach der Schule erstmal studieren gehe, davon, dass ich weiß, wie bei Henkell Trocken Flaschen verkorkt werden, wenn ich danach wasweißich, Altägyptologie studieren wollte oder, hm, angewandte Koreanistik, was auch immer...Fakt ist, dass zumindest in Hessen die komplette Berufsheranführung simplerweise auf Auszubildende zugeschnitten ist, selbst auf dem Gymnasium. Das geht über einen Besuch beim Arbeitsamt (die einen voll cool wie die da sind, an die Rechner lassen, die einem bei der Berufswahl helfen sollen...leider nur für Ausbildungsbetriebe) über ein persönliches Auswahlgespräch mit einem Sachkundigen, dessen Fachgebiet allerdings Ausbildungsberufe sind bis hin zu einem Eignungstest, bei dem man IQ-Test-artige Aufgaben ausfüllen muss, die etwa dem Niveau der 5.Klasse entsprechen und dann am Ende in der Bewertung eine Tabelle überreicht bekommt, in der steht: für alle Ausbildungsbereiche und -sparten geeignet...
Der Gymnasiast, der angesichts der 50.000 Studienmöglichkeiten und -fächer völlig im Regen steht und dabei mal Hilfe gebrauchen könnte, kann warten bis er metaphorisch gesprochen völlig durchnässt ist. Bei sowas kann einem keiner helfen. Da sei dann Eigeninitiative gefragt, kann man von einem, der studieren will, ja wohl erwarten...