Habe seinerzeit das Thema eröffnet, hier nun endlich mein Testbericht zum Inferno OX :
Vom Aufbau erinnert er an den Superblock, die Noppen sind jedoch etwas dünner, länger und biegsamer. Gegenüber einem 1 Jahre eingespielten Superblock , erscheint er beim Ballstreichtest nicht ganz so glatt wie der eingespielte Superblock.
Auch das anfängliche Kratzen ist so gut wie verschwunden und der Inferno scheint nach einem Monat glatter als am Anfang.
In punkto Kontrolle, fällt zu allererst die Verwandschaft zum Superblock auf. Die Schläge mit dem Inferno lassen sich ebenfalls recht sicher bewerkstelligen und der Belag legt kein unberechenbares Eigenleben an den Tag.
Auch bringt der Inferno die Bälle leichter ans Flattern als der Superblock. Dies ist aber bei guter Technik auch mit dem Superblock möglich. Ein wenig erinnert er in diesem Punkt an den Fakir , ohne aber an dessen exellente Flattereffekte heranzureichen, dafür lässt sich der Inferno aber kontrollierter spielen
Was aber sofort auffällt ist das deutliche Plus an Geschwindigkeit gegenüber dem Superblock. Während man mit dem Superblock oft gezwungen wird passiv zu agieren, kann der Inferno den Gegner gleich durch erhöhtes Tempo beschäftigen. Sofort steht einem ein grösseres Arsenal an Angriffsschlägen zur Verfügung die mit dem Superblock sehr schwer oder fast gar nicht zur Verfügung standen. Ob Treibbälle, angezogene Pseudotops, Konter, Druckschupf, etc... Alles lässt sich recht einfach spielen, solange es aktive Schläge sind. Trifft man auf einen Topspinspieler, kann man recht ekelig zurückspielen. Gegen US-Abwehrspieler kann variabel gegengelenkt werden , ohne aber die Durchschlagskraft einer guten NI VH ersetzen zu können.
Bei passiven Blocks oder « Abtropfbälle » hat der Superblock allerdings die Nase vorn. Mit keinem anderen Belag kann man den Gegner so gut zu vermeintlich « leichten »Fehlern zwingen. Auch erscheint der Ballabsprung beim Superblock flacher und kürzer als beim Inferno. Das wundert mich jedoch nicht, weil der Superblock doch auf ein passives Spiel zugeschnitten ist. Wenn es aber drum geht Druck aufzubauen liegt der Inferno aber wieder vorn.
In punkto Schnitterhaltung, ist der Superblock immer noch überlegen. aber gegen unbedarfte Gegner die ohne Konzept gegen Noppen spielen gewinnt man auch mit dem Inferno locker. Bei Topspielern die das Prinzip der GLN gut kennen, hilft das Plus an Schnittumkehr des Superblocks auch nicht mehr weiter. Hier kann der Inferno seine Karten : Variabilität, mehr Flatter und bessere Verteidigungsmöglichkeiten in der langen Abwehr , auspielen.
FAZIT

er Inferno ist imho der ideale Belag für den « progressiven » Störer. Wenn man zudem noch eien schlagkräftige VH besitzt und diese vermehrt einsätzt als beim passiven Spiel, dann ist der Inferno eine gute Wahl. Ein Spieler der jedoch auf maximale Schnitterhaltung setzt, dem Tempo nicht so wichtig ist und auf leichte Fehler des Gegners lauert ist mit dem Superblock aber besser bedient.